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RSV Lahn-Dill im Final Four

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Von: Andreas Joneck

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(aj). Die beste Leistung des gesamten Viertelfinales, doch drei starke Viertel reichen dem RSV Lahn-Dill am Ende nicht, den Titelverteidiger BSR Amiab Albacete in dessen Halle zu bezwingen. Am Ende jubelten die spanischen Hausherren über einen 74:65-Erfolg (20:26/36:44/54:52) über die Gäste aus Hessen, die ob der gezeigten Leistung hoch verdient das zweite und letzte Ticket für das Final Four im IWBF Rollstuhlbasketball-Champions-Cup Anfang Mai im niederländischen Nimwegen buchten.

Zuvor gewann der RSV gegen Cran Canaria und Galatasaray Istanbul.

BSR Amiab Albacete - RSV Lahn-Dill 74:65 (20:26/36:44/54:52): Die Mannschaft von Cheftrainerin Janet Zeltinger startete furios in die Partie am Sonntag. Vor allem Nationalspieler Reo Fujimoto hatte an diesem Tag ein feines Händchen aus Distanz. Sein 17:10 (6.) war in dieser frühen Phase bereits sein dritter Dreier. Am Ende kam der Japaner sogar auf sechs Treffer jenseits der 6,75-m-Markierung. Egal was der amtierende Champions-Cup-Sieger in dieser Phase auch versuchte, schaltete er Fujimoto aus der Distanz aus, punktete Matthias Güntner direkt unter dem Brett. Die 44:36-Führung zur Halbzeit die logische und ebenso verdiente Konsequenz, die auf einer taktisch konsequenten und starken Leistung basierte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren im Pabellón Cocheras dann von Minute zu Minute den Druck auf die Wetzlarer, die sich aber weiterhin mit Glück und Geschick behaupteten und Angriffswelle auf Angriffswelle der Spanier cool und souverän beantworteten. Beim Dreier von Tommy Böhme zum 52:48 (28.) schien die Rechnung aufzugehen, doch in den letzten Spielminuten ließ die Kraft aufseiten des deutschen Meisters mehr und mehr nach. Zwar gelang es immer noch, entscheidende Konter zu setzen, wie beim 56:56 (32.) oder beim 61:64 (35.) durch erneut Böhme, doch die physische Übermacht war letztlich zu groß.

Am Ende musste die Mannschaft trotz beeindruckendem Auftritt eine 65:74-Niederlage quittieren, zeigte sich dabei jedoch drei Viertel ebenbürtig und gegen den physisch starken Meister aus Spanien sogar im Reboundverhältnis gleichwertig. - Lahn-Dill: Reo Fujimoto (24/6 Dreier), Matthias Güntner (19), Thomas Böhme (10/2), Ghazain Choudhry (8/2), Rose Hollermann (2), Catharina Weiß (2), Simon Brown, Quinten Zantinge, Jannik Blair (n.e.).

RSV Lahn-Dill - Econy Gran Canaria 67:49 (16:13/33:30/47:34): Nach einem ausgeglichenen Auftakt, bei dem bereits der spätere Econy-Topscorer Alexis Ramonet seine Klasse unter Beweis stellte, legte die Mannschaft des Trainerduos Janet Zeltinger und Günther Mayer den Grundstein zum Erfolg nach dem Seitenwechsel. Bis dato hatte vor allem Routinier Reo Fujimoto den RSV in der Offensive getragen und wie am Vortag maßgeblichen Anteil an der knappen, aber verdienten 33:30-Halbzeitführung für die Wetzlarer.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der deutsche Meister dann Tempo und Intensität deutlich. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten, als Matthias Güntner in der 27. Spielminute erstmals die Differenz auf ein zweistelliges 41:31 schraubte. Von dieser eingeschlagenen Richtung ließ sich der siebenfache Champions- League-Sieger aus Hessen dann im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr abbringen. Nach zuvor zwei bitteren Heimniederlagen in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gewann das Team mehr und mehr an Souveränität, die am Vortag beim knappen Sieg gegen Galatasaray Istanbul noch fehlte. Das 47:34 (30.) durch den Japaner Fujimoto und spätestens das 57:41 (36.) durch dessen Centerkollegen Güntner machten den Sack gegen den Kontrahenten von der Kanareninsel Gran Canaria letztendlich zu.

»Ausschlaggebend war, dass wir mit einer sehr guten Verteidigungsarbeit Gran Canaria stoppen konnten«, so Cheftrainerin Janet Zeltinger.

Lahn-Dill: Güntner (20), Fujimoto (18), Böhme (12/1), Brown (4), Hollermann (4), Choudhry (3), Blair (2), Zantinge (2), Weiß.

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