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HSG KLEENHEIM-LANGGÖNS vor der neuen Saison der Handball-Oberliga Männer (hinten von links): Jonas Friedrich, Micha Wiener, Nico Scheibel, Simon Patt, Tim Tonhäuser, mittlere Reihe (von links): Christian Keil, Teamverantwortlicher Jörg Mayer, Betreuer Siegreid Köhler, Marc Weller, Cedric Kollmann, Alexander Faatz, Volker Glaum, Torwart-Trainer Günter Schnoor, Trainer Mathias Wendlandt; vorn (von links): Fabian Hoepfner, Stefan Lang, Manuel Eckhardt, Jens Elsner, Nils Kaiser, David Straßheim, Konstantin Wolf. Es fehlen Max Leger, Jonas Leger, Joshua Planer und Björn Spieß.

Routiniers werden fehlen

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(se). Mit dem Gastspiel am kommenden Sonntag (18 Uhr) bei Rot-Weiß Babenhausen beginnt für die HSG Kleenheim-Langgöns die neue Runde in der Handball-Oberliga. Die Mannschaft hat die vergangene Saison mit dem vierten Platz abgeschlossen, stand lange Zeit in der Spitzengruppe, musste aber dann doch das Duo TV Kirchzell und TSG Offenbach-Bürgel ziehen lassen.

Im Vergleich zur Spielzeit 2018/19 hat sich bei der HSG in personeller Hinsicht einiges getan. So haben die beiden Urgesteine Dennis Köhler und Julian Reusch ihre Laufbahn beendet. "Damit verlassen uns zwei sehr erfahrene Spieler", stellt Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt fest. "Das ist schwer zu kompensieren. Sie haben immer Verantwortung übernommen, waren Spieler, an denen sich andere orientiert haben und die in den heißen Phasen Gold wert waren."

Allerdings sind das nicht die einzigen Akteure, die nun nicht mehr zur Verfügung stehen. Drei Spieler wechseln zum Nachbarn TSV Lang-Göns. "Moritz Schäfer, Yannick Herbel und Daniel Schier sind alle drei talentierte Spieler. Ich hoffe, sie werden in der Landesliga die nötige Konstanz zeigen; sie haben viel Potenzial." Dennoch sollte die HSG gegenüber dem Vorjahr nicht an Qualität verlieren, denn die Zugänge verfügen auch über das entsprechende Potenzial. "Die Integration der Neuzugänge war natürlich ein wichtiger Baustein in der Saisonvorbereitung", berichtet der Trainer. Die Integration sei gut verlaufen. "Die Jungs sind super Typen und sehr gute Handballer. Man muss schauen, wann sie ihre Leistungsfähigkeit voll abrufen können. Das kann schnell gehen oder auch noch dauern."

Durchwachsen verlief die Saisonvorbereitung. "Am Anfang war ich hoch zufrieden. Wir haben super gearbeitet und waren meistens mit 15 oder 16 Spielern im Training. Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten", blickt der Coach zurück auf die ersten Trainingswochen, doch dann kamen die ersten Rückschläge: "Jedoch hatten wir in den letzten drei Wochen sehr viele verletzte Spieler. Zahlreiche Sachen, die wir einstudieren wollten, konnten wir in der Form nicht machen. Leider werden einige Spieler auch zu Rundenbeginn nicht dabei sein."

Bereits in der Vorbereitung wird die HSG Kleenheim/Langgöns vom Verletzungspech heimgesucht. Doch die Mannschaft hat auch 2019/20 ein probates Mittel, damit umzugehen: "die Kameradschaft und die Geschlossenheit auf dem Spielfeld". Matthias Wendlandt ist überzeugt, dass dies die HSG auch in der neuen Saison auszeichnen wird. Der Coach richtet die Saisonziele nicht nur am Tabellenplatz aus: "Sehr wichtig ist es mir, dass die vielen jungen Spieler wieder einen Schritt nach vorne kommen. Außerdem sollen Spieler wie Fabian Höpfner und David Straßheim mehr Verantwortung übernehmen."

Dennoch erwartet der Coach nicht unbedingt eine so gute Saison wie zuletzt: "Wir haben letztes Jahr an unserem momentanen Limit gespielt. Und man darf die Erfahrung von Dennis Köhler und Julian Reusch nicht vergessen. Die hat uns viele Punkte eingebracht. Und das Verletzungspech ist auch schon wieder da. Wir würden uns sehr über einen Platz im Mittelfeld freuen." Understatement oder realistische Einschätzung? Man wird es sehen. Eines aber ist in den Augen vorn Matthias Wendlandt klar: "Am ersten Spieltag müssen alle heiß sein. Das ist das Einzige, was zählt."

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