Gerald Kuhn im Tor der Kassel Huskies hält den Schuss von Leon Köhler (EC Bad Nauheim). FOTO: CHUC
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Gerald Kuhn im Tor der Kassel Huskies hält den Schuss von Leon Köhler (EC Bad Nauheim). FOTO: CHUC

Rote Teufel behalten im Nebel die Übersicht

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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(mn). Geisterspiel-Premiere im Colonel-Knight-Stadion: Quasi passend zur behördlichen Verordnung, erstmals in der 75-jährigen Eishockey-Historie von Bad Nauheim ohne Zuschauer zu spielen, zogen während der kompletten Spielzeit teils dichte Nebelwolken über die Eisfläche. Die Roten Teufel bestätigten unter diesen Voraussetzungen aber ihre gute Form der Vorbereitung und schlugen die Kassel Huskies mit 5:2 (1:0, 2:0, 2:2).

"Ich bin - unabhängig vom Resultat - sehr zufrieden. Die Mannschaft hat defensiv überwiegend gut gestanden. Zudem freut es mich, dass wir auch im Powerplay zweimal erfolgreich waren", resümierte Trainer Hannu Järvenpää. Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, sah "einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, wobei das Resultat vielleicht zu deutlich ausgefallen ist." Zweifacher Torschütze für den EC Bad Nauheim war Huba Sekesi. Zudem trafen Kelsey Tessier, Freddy Cabana und Cason Hohmann.

Bad Nauheim zeigte sich giftiger, war schneller im Spiel. Was insbesondere durch die ersten beiden Angriffsreihen angeboten wurde, konnte sich sehen lassen. Natürlich profitierten die Roten Teufel auch durch drei Powerplay-Situationen im ersten Abschnitt. Während die Gastgeber in Bestbesetzung angetreten waren, fehlten bei Kassel unter anderem Köln-Leihgabe Moritz Müller, Michael Burns oder auch Joel Keussen.

Das zweite Powerplay nutzte Tessier zur frühen Führung für Bad Nauheim, das vor allem mit schnellen Vorstößen die Gäste vor Probleme stellte. So viele Freiheiten in der gegnerischen Zone werden die Teufel bei einem Wiedersehen wohl nicht mehr bekommen. Defensiv bekam Torwart Felix Bick erstmal keine Möglichkeit, sich auszuzeichnen.

Bad Nauheim gab auch zu Beginn des zweiten Abschnitts den Takt vor. Mit einem sehenswerten Solo erhöhte Sekesi auf 2:0 (26.), Cabana legte nach (29.). Erst jetzt kamen die Nordhessen besser in die Partie und hatten bis zur zweiten Pause den Anschluss verdient.

Im Schlussabschnitt wurde Kassel dann stärker. Brett Cameron, an dem auch die Teufel Interesse gezeigt hatten, traf die Latte, und das Duo Marcel Müller/Ryan Olsen stellte die Hausherren doch vor die eine oder andere Aufgabe. Sekesi (50./Nachschuss) und Hohmann (57./profitierte von einem Lapsus von Torwart Gerald Kuhn) trafen bei einem Gegentor von Ryan Moser (51.) zum 5:1, ehe Michi Christ den Schlusspunkt setzte (60.).

EC Bad Nauheim: Bick - Schmidt, Glötzl, Gnyp, Richardson, Ketter, Reinig, Sekesi, Sennhenn - Reiter, Tessier, Cabana, Hohmann, Arniel, Pauli, Körner, El-Sayed, Ratmann, Üffing, Cornett, Chrobot, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (6.) Tessier (Sekesi, Reiter - 5-4), 2:0 (26.) Sekesi (Sennhenn, Tessier), 3:0 (29.) Cabana (Arniel - 4-4), 4:0 (50. ) Sekesi (Tessier, Cabana - 5-4), 4:1 (51.) Moser (Kranz, Christ), 5:1 (57.) Hohmann (Pauli, Arniel), 5:2 (60.) Christ (Burns, Dinger). - Schiedsrichter: Fischer/Yanssen. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Kassel 12.

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