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Der TC RW Gießen um Alena Sättler verlässt in der Verbandsliga die Abstiegsplätze. ARCHIVFOTO: HF

Rot-Weiß-Teams ohne Satzverlust

  • VonRichard Albrecht
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(ria). In der Tennis-Verbandsliga machten die Herren des TC Rot-Weiß Gießen mit ihrem Tabellennachbarn kurzen Prozess und schickten ohne Satzverlust das Team des SW Frankfurt mit der Höchststrafe nach Hause. Ebenso deutlich fiel der Sieg des Damenteams von Rot-Weiß Gießen aus, die damit ihren dritten Sieg in Folge feierten. Ohne Chance waren die Herren 40 des TC Wettenberg im Spitzenspiel beim Messeler TC.

Die Herren 50 des TV Watzenborn wahrten mit einem Heimsieg die noch verbliebenen Chancen auf den Klassenerhalt.

Gießenerinnen verlassen Abstiegsränge

Damen / ST Lohfelden - TC RW Gießen 0:9 (0:6): Beim Tabellenachten durften sich die Rot-Weißen keinen Ausrutscher erlauben, setzten entsprechend ihren Aufwärtstrend fort und gewannen souverän. Anna Sidorenko stieß erst im zweiten Satz auf stärkere Gegenwehr (6:0, 6:4), ähnlich Anna Spengler, die ihren ersten Einsatz nach längerer Verletzungspause hatte und den Tiebreak in Durchgang zwei vermied (6:2, 7:5), während Aisana Kojonazarova mit ihrer Kontrahentin keine Probleme hatte (6:1, 6:0). Souverän wurden die folgenden drei Einzel gewonnen. Nikol Mircheva im Spitzeneinzel (6:0, 6:1), Aaliyah Nies (6:0, 6:3) und Alena Sättler (6:1, 6:1) sorgten schnell für klare Verhältnisse und vorzeitig für den dritten Saisonsieg. In den Doppeln setzte sich die Überlegenheit der Gäste fort. Mircheva/Sättler (6:3, 6:1), Sidorenko/Spengler (6:1, 6:4) und Nies/Kojonazarova (6:0, 6:0) waren nicht gewillt, Geschenke zu verteilen. »Das war ein solides Gesamtergebnis«, stapelte Alena Sättler etwas tief. »Von unserer Bestbesetzung hat nur Ann-Kathrin Inderthal gefehlt, entsprechend zuversichtlich sind wir in dieses Spiel gegangen. Da vier Mannschaften absteigen, war dieser Sieg wieder sehr wichtig für uns«. Die Gießenerinnen haben mit ihrem dritten Sieg in Folge die Abstiegsränge verlassen, sind aber noch punktgleich mit Bad Soden, das einen Überraschungssieg in Wiesbaden landete und den ersten Abstiegsrang belegt. Beide Teams haben noch zwei lösbare Aufgaben, die Entscheidung wird also erst am letzten Spieltag fallen.

Ligaerhalt noch nicht geklärt

Herren / RW Gießen - SW Frankfurt 9:0 (6:0): Die Tabellensituation hatte etwas mehr Spannung versprochen, standen die Frankfurter in der Tabelle vor den Gießenern mit einem Sieg mehr auf der Habenseite. Doch die Platzherren nahmen von Beginn an das Heft in die Hand. Sebastian Dietz (6:0, 6:0), Louis Shakhdaryan (6:2, 6:0) und Henrik Schäfer (6:1, 6:3) ließen ihren Kontrahenten keine Chance. Die Dominanz der Gastgeber setzte sich auch in den nächsten Partien fort, Darius Balan gab im Spitzeneinzel nur ein Spiel ab (6:0, 6:1), Lucas Nitzschke (6:0, 6:2) und Philipp Rieck (6:1, 6:0) fertigten ihre Gegner ebenfalls humorlos ab. Auch in den Doppeln nahmen die Rot-Weißen den Fuß nicht vom Gas. Balan/Dietz (6:0, 6:1) und Nitzschke/Shakhdaryan (6:2, 6:0) gewannen im Schnelldurchgang, Rieck/Schäfer (6:1, 6:3) brauchten nur unwesentlich länger, um ohne Satzverlust den neunten Punkt einzufahren. Durch ihren dritten Saisonsieg kletterten die Gießener auf den vierten Tabellenplatz, allerdings lauern dahinter punktgleich Fulda, nach seinem Überraschungssieg gegen den Tabellenführer Eintracht Frankfurt III, und SW Frankfurt, das nun auf dem ersten Abstiegsrang notiert ist. Der Kampf um den Klassenerhalt ist also längst noch nicht entschieden, zumal Rot-Weiß noch gegen den Tabellenzweiten und -dritten antreten muss.

Wettenberger chancenlos

Herren 40 / Messeler TC - TC Wettenberg 9:0 (6:0): »Da braucht man nicht drum herum zu reden, wir sind unter die Räder gekommen«, lautete das ernüchternde Fazit von Roland Bärwald nach dem Auftritt beim Tabellenführer. Die Wettenberger hatten den spielfreien Volker Luh aus dem 50er-Team mitgenommen, damit Hessler, Bärwald und Müller nach hinten rutschten, aber mehr Zählbares als zwei Satzgewinne brachte dieser Schachzug nicht ein. Thomas Ott blieb ohne Spielgewinn (0:6, 0:6), Andreas Hessler unterlag ebenfalls in zwei Sätzen (4:6, 2:6), und Markus Müller musste sich nach gewonnenem Auftaktsatz im Champions-Tiebreak geschlagen geben (6:2, 2:6, 5:10). Auch Roland Bärwalds Dominanz währte nur einen Satz (6:2, 5:7, 6:10), auch wenn er dichter am möglichen Ehrenpunkt war.

Chancenlos waren Markus Zierden im Spitzeneinzel (2:6, 1:6) und Volker Luh (0:6, 1:6). Die Gäste verzichteten daraufhin auf die Austragung der Doppelpartien.

Nach dem Nachholspiel am 17. September entscheidet sich am letzten Spieltag beim Heimspiel gegen Gründau (19. September) voraussichtlich der Kampf um die Vizemeisterschaft.

Watzenborner kämpferisch

Herren 50 / TV Watzenborn - Westerborn-Eschbach II 6:3 (3:3): Beide Teams gingen mit bis dato nur einem Saisonsieg auf der Habenseite in diese Partie und waren entsprechend dringend auf diese Punkte angewiesen. Bei den Gastgebern gab Olgerd Jarzinka nach langer Verletzungspause das sehnsüchtig erwartete Saisondebüt. Dafür rückte Udo Spiller auf Position zwei und holte in zwei Sätzen (7:5, 6:2) seinen zweiten Einzelpunkt. Vorher hatte Volker Benning souverän die Gastgeber bereits in Führung gebracht. Nach dem 6:0 im Auftaktsatz von Peter Schreiner schien es optimal weiterzugehen, doch er verlor den Faden und unterlag im Champions-Tiebreak zum 1:2-Zwischenstand. Mit seiner fehlenden Spielpraxis konnte Jarzinka das Spitzeneinzel nur einen Satz offen gestalten (4:6, 0:6). Volkmar Schäfer (6:0, 6:2) brachte sein Team wieder in Führung, doch Matthias Pfarschner blieb erneut ein Erfolgserlebnis verwehrt (4:6, 4:6), es ging mit einem Gleichstand in die Doppel. Hier profitierten Spiller/Schäfer früh von einer verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Kontrahenten. Schreiner mit Partner Alexander Wolf (6:3, 6:3) fuhr einen ebenso ungefährdeten Sieg ein wie Jarzinka an der Seite von Burkhard Rustige zum letztlich deutlichen 6:3. »Wir geben nicht auf und haben immer noch eine winzige Chance auf den Klassenerhalt«, gibt sich Volkmar Schäfer weiterhin kämpferisch, »am 25. September wollen wir unseren dritten Saisonsieg holen und dann sehen, was am Schluss herauskommt«. Die Watzenborner sind allerdings auf Schützenhilfe angewiesen, da Phönix Eckenheim bei Schlusslicht Niedernhausen ebenfalls gewann und somit seine beiden letzten Spiele möglichst deutlich verlieren muss, damit Watzenborn noch vorbeiziehen kann.

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