Ausgleich: Leipzigs Bundes- liga-Handballer Bastian Roscheck arbeitet nebenbei für DHL am Flughafen. FOTO: DPA
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Ausgleich: Leipzigs Bundes- liga-Handballer Bastian Roscheck arbeitet nebenbei für DHL am Flughafen. FOTO: DPA

Handball-Bundesliga

Roschecks Nebenjob am Hangar

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(dpa). Überzeugt hat Bastian Roscheck eine Nachtwanderung. Vor gut zwei Jahren versammelten sich die Handballer des SC DHfK Leipzig am DHL-Hub am Flughafen Leipzig/Halle und ließen sich durch die Welt des Logistik-Riesen führen. Das hat den 29-Jährigen so beeindruckt, dass er ab September öfter raus zu dem gewaltigen Hangar fährt. Dann aber zum Arbeiten - sozusagen als Nebenjob zur Rolle des Abwehrchefs in der Bundesliga.

"Ich bin vom Typ her nicht so, dass ich nur Handball spiele. Das tut mir nicht gut und meiner Frau auch nicht", sagt Roscheck und grinst. Für ein paar Stunden in der Woche wird er künftig in der Personalabteilung des Unternehmens arbeiten. "Ich fühle mich sehr wohl damit, in ein anderes Umfeld zu kommen. Jeder Sportler braucht seinen Ausgleich. Der eine spielt Golf, der andere hat einen Hund." Und Roscheck geht eben arbeiten.

Bis Dezember büffelte der Abwehrspieler an seinem Master in Wirtschaftspsychologie. Nun will er sein Wissen in der Praxis anwenden. "Das wird mich nicht zusätzlich stressen. Die Zeit, die ich vorher für das Studium gebraucht habe, verwende ich nun eben für die Arbeit", berichtet Roscheck.

Von seinem Chef bekommt er für volle Rückendeckung. "Basti ist sehr fleißig und professionell. Schon sein Studium hat sehr viel Selbstdisziplin erfordert. Er bekommt das hin" sagt Trainer André Haber. Ihn wundere es nicht, dass Roscheck sich neben dem Sport noch eine weitere Herausforderung gesucht hat. Als Herausforderung ist auch die Vorbereitung auf die neue Saison anzusehen. Seit vier Wochen trainieren die DHfK-Handballer wieder. Und mittlerweile sind die Profis fast soweit, zweimal am Tag trainieren zu können. Der behutsame Aufbau war nach der Corona-Pause von drei Monaten zwingend. "Bisher hat sich niemand muskulär verletzt. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind" sagt Haber.

Dieser Weg soll noch in der Vorbereitung zu Spielen mit Zuschauern führen. Um zu sehen, wie die Chancen stehen, schaut Roscheck täglich ins Internet. "Ich schaue immer nach den Zahlen, ob wir eine zweite Welle fürchten müssen", sagt der gebürtige Krefelder. Er sehnt sich nicht nur nach dem Wettkampf, sondern vor allem nach Spielen mit Zuschauern.

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