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Vorbereitung auf den Korbleger bei Steve Serio, der mit dem RSV Lahn-Dill am Samstag um 19.30 Uhr die Dolphins aus Trier in der August-Bebel-Halle in Niedergirmes em-pfängt. (Foto: Theimer)

Rollstuhlbasketball: RSV will Wiedergutmachung betreiben

(aj) Am Samstagabend treffen in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle zwei Teams aufeinander, die am 15. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) Wiedergutmachung für die sportlichen Niederlagen der Vorwoche betreiben wollen.

Gastgeber RSV Lahn-Dill verlor sein Spitzenspiel in Thüringen, die Gäste der Goldmann Dolphins Trier mussten einen bitteren Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze einstecken. Sprungball dieser damit brisanten Partie ist um 19.30 Uhr in der August-Bebel-Halle in Niedergirmes.

"Nach einer Niederlage muss man noch härter und dominanter zurückkommen – und daran müssen wir uns am Samstag messen lassen", so RSV-Headcoach Nicolai Zeltinger im Ausblick auf die Partie gegen das Team von der Mosel: "Es ist der Abschluss eines intensiven Januars für uns, der mit zwei Niederlagen nicht so verlaufen ist, wie wir uns dies sportlich gewünscht haben. Wir sind in der Pflicht und müssen Wiedergutmachung betreiben", so der Trainer des Tabellenführers weiter.

Auf der anderen Seite steht ein Gast, der am vergangenen Wochenende aus den Playoff-Plätzen gerutscht ist, nachdem er sich zu Hause fast sensationell dem Kellerkind Roller Bulls St. Vith geschlagen geben musste. Daher dürfte die mentale Situation an der Mosel noch deutlich angespannter sein als im mittelhessischen Wetzlar. Zwar mussten die Dolphins vergangene Woche auf Weltmeisterin Janet McLachlan verletzungsbedingt verzichten, doch dies darf nicht als Erklärung für den Patzer vor heimischer Kulisse dienen.

Die Kanadierin ist somit auch am Samstag nicht mit von der Partie, sodass die Mannschaft um Topscorer Dirk Passiwan wie im Heimspiel im November in der Arena Trier dem RSV ersatzgeschwächt entgegentreten muss.

"Bei allem Anspruch auf Wiedergutmachung dürfen wir die Trierer aber keineswegs unterschätzen. Sie haben nichts zu verlieren, und ein Erfolg bei uns wäre natürlich Balsam für ihre Playoff-Hoffnungen", so der 42-jährige Zeltinger weiter: "Wir müssen hoch konzentriert und entschlossen zu Werke gehen. Auch wenn viele es nicht glauben oder wahrhaben wollen, die Liga ist inzwischen so eng zusammengerückt, dass es sofort bestraft wird, wenn einmal nicht alles passt. Wir mussten dies bereits zweimal in den letzten Wochen erfahren." Dennoch erfuhr der RSV letzten Sonntag noch eine gute Nachricht. Das Sportmagazin "kicker" veröffentlichte die Sportfotos des Jahres. Dabei landete ein Foto der "Thüringer Allgemeinen" auf Rang zwei, das den RSV Lahn-Dill bei dessen Pokalsieg im vergangenen Jahr zum Motiv hatte.

Zurück zu Trier: Neben Passwian, der auch in der laufenden Saison mit durchschnittlich 29,0 Punkten pro Partie die Korbschützen-Rangliste dominiert, muss die RSV-Defensive vor allem den Niederländer Marc van de Kuilen, den Briten Tyler Saunders und die Außenschützin Diana Dadzite aus Lettland im Auge behalten. Alle drei zusammen steuern weitere 25,1 Zähler pro Spiel bei. Und mit dem kanadischen Paralympicssieger Chad Jassman sowie dem Letten Karlis Podnieks dürfen sich die Dolphins über zwei der besten Lowpointer in der Liga erfreuen. Demgegenüber laboriert im Team der Hausherren nur Center Dirk Köhler aktuell an einer Blessur, doch sein Einsatz, scheint akut nicht gefährdet zu sein.

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