Die Rollen im Sportkreis-Derby sind klar verteilt

(fro) Die Favoritenrolle im heutigen Sportkreis-Derby (Anstoß: 18.30 Uhr) der Verbandsliga Mitte zwischen dem VfB 1900 Gießen und Eintracht Lollar ist klar zugunsten der Mannschaft von Trainer Stefan Hassler verteilt. Mit drei Siegen in Folge haben sich die Gießener langsam, aber stetig im Klassement nach oben vorgearbeitet. Aufsteiger Eintracht Lollar musste dagegen am vergangenen Sonntag eine bittere 0:1-Niederlage gegen den Türkischen SV Wiesbaden quittieren und belegt somit weiterhin einen Abstiegsplatz.

(fro) Die Favoritenrolle im heutigen Sportkreis-Derby (Anstoß: 18.30 Uhr) der Verbandsliga Mitte zwischen dem VfB 1900 Gießen und Eintracht Lollar ist klar zugunsten der Mannschaft von Trainer Stefan Hassler verteilt. Mit drei Siegen in Folge haben sich die Gießener langsam, aber stetig im Klassement nach oben vorgearbeitet. Aufsteiger Eintracht Lollar musste dagegen am vergangenen Sonntag eine bittere 0:1-Niederlage gegen den Türkischen SV Wiesbaden quittieren und belegt somit weiterhin einen Abstiegsplatz.

Mit einem Erfolg über die Eintracht könnte sich die Elf von Trainer Stefan Hassler zumindest für eine Nacht auf den dritten Tabellenplatz der Verbandsliga Mitte schieben. Zuletzt zeigten sich die Gastgeber im eigenen Stadion sehr torhungrig. In den letzten drei Heimspielen trafen Erdinc Solak, Maykel Samun und Co. sage und schreibe 15-mal ins Schwarze. Eintracht Lollar hat sich in den beiden letzten Spielen in der Defensive gefangen und jeweils nur ein Gegentor kassiert. Allerdings hat die Sichmann-Elf derzeit Ladehemmung, denn mit gerade einmal acht Törchen nach zehn Spieltagen weisen die Buderusstädter die zweitschlechteste Ligabilanz im Angriff auf.

"Wir nehmen die Favoritenbürde an, auch wenn das Spiel gegen Lollar wesentlich schwerer als die Partie gegen Wörsdorf werden wird. Dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, wurde durch den bisherigen Saisonverlauf bestätigt, denn die Spiele zwischen Mannschaften mit geographischer Nähe gingen sehr knapp bzw. unentschieden aus. Es kommt in solchen Spielen nicht auf den Tabellenplatz an, denn die Spieler der vermeintlich schwächeren Elf rufen in aller Regel alles ab. Wir dürfen daher nicht glauben, dass wir die Eintracht einfach mal so im Vorbeigehen weghauen", tritt Hassler einer Überheblichkeit seiner Mannschaft entgegen. "Wir haben genug Kraft, Können und Selbstvertrauen, um einen Sieg einzufahren. Ich erwarte aber ein knappes Match. Lollar hat sich in der Abwehr stabilisiert. Wir wollen dem Spiel nicht hinterherlaufen. Wenn wir in Rückstand geraten sollten, wird es sehr schwer. Daher wollen wir mit einer kontrollierten Offensive zu Werke gehen", sagt der Fußball-Lehrer.

Erdinc Solak wurde beim Pokalspiel am Dienstag in Ettingshausen vorsichtshalber geschont. Ebenfalls pausiert hatte Pierre Chabou, der sich im Montagstraining verletzt hatte. Hinter seinem Einsatz steht ein dickes Fragezeichen. Dies gilt auch für Maximilian Ott, der sich auf Klassenfahrt befindet.

"Die Qualität unseres Spieles stimmte, aber der Ertrag nicht. Es ist ärgerlich, wenn du ein Sechs-Punkte-Spiel so verlierst. Wir hatten richtig gut gespielt, sind aber an unserem alten Problem, der Chancenverwertung, gescheitert", blickt Eintracht-Trainer Peter Sichmann auf das letzte Spiel zurück. "Gegen den VfB 1900 haben wir nichts zu verlieren. Bereits ein Punktgewinn wäre die Überraschung schlechthin. Wir können daher befreit aufspielen. Ich glaube nicht, dass wir eine Klatsche bekommen werden. Wir sind durch die Umstellung auf das klassische Libero-System hinten stabiler geworden", meint der 63-Jährige. Der Ex-Profi hatte den heutigen Gegner beim 5:0 am letzten Samstag gegen die TSG Wörsdorf beobachtet und geriet in seiner Gegneranalyse ins Schwärmen. "Bei denen läuft es richtig gut. Hinten sind sie sehr abgeklärt, sie lassen das Bällchen gut laufen und haben zwei brandgefährliche Spitzen.

Erdinc Solak und Maykel Samun werden wir nicht vollständig ausschalten können. Ich hoffe aber, die Wahl so zu treffen, dass wir deren Räume zumindest einengen können", berichtet der Ex-Profi, für den "ein Punkt mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Wörsdorf gut für die Moral wäre".

VfB 1900 Gießen, Aufgebot: Fall, Eckert; Celik, Chabou (?), Hasan, Imakor, Kilian, Maro, Max-Peter Mohr, Michel Mohr, Özen, Ott, Ranke, Samun, Schmidt, Solak, Spottka. - Dem VfB 1900 stehen Münnich, Siegl und Stehle (alle verletzt) nicht zur Verfügung.

Eintracht Lollar, Aufgebot: Steinbrenner, Fernandez; Akci, Alkan, Amiri, Apostolou (?), Bender, Bingöl, Birk, Glied, Kuyuncu, Lynker, Mengeler, Oktay (?). Peldzius, Sakarya, Temiz, Yedikat, Zuhric. - Bei der Eintracht fehlen Riegel, Siner (beide verletzt), Tuluk (gesperrt) und Maus (Reserve).

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