Richtig und vollumfänglich

  • Ralf Waldschmidt
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(ra). "Es geht ganz sicher nicht um schnell abgeben, sondern um richtig und vollumfänglich", wehrt sich Björn Seipp, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, entschieden gegen die in unserer Samstagausgabe ("Kurios, kurioser, am kuriosesten") geäußerte Kritik, den Antrag auf Bundeshilfe für den Profisport bis Mitte vergangener Woche noch nicht eingereicht zu haben. Aufsichtsrat Martin Bender pflichtet ihm bei und findet den Beitrag überzogen und weit über das Ziel hinausgeschossen: "Die Frist bis 31. Oktober wurde gewahrt. Wir haben Spitzenleute, die sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Vorgaben beschäftigt und entsprechende Sorgfalt und Kompetenz haben walten lassen. Hätten wir die Frist versäumt, könnte ich die Kritik nachvollziehen. So aber nicht."

Nach Angaben von Björn Seipp wurde der Antrag am Donnerstag online eingereicht, nachdem das lange fertige Zahlenwerk nach den politischen Restriktionen vom Vorabend noch einmal auf den neuestens gebracht worden war. Seipp noch einmal: "Es geht bei der Beantragung nicht um schnell, sondern um richtig, damit der Antrag auch durchgeht."

Das Bundes-Programm war am 2. Juli beschlossen und aufgelegt worden, die Antragstellung ist vom 1. September bis 31. Oktober möglich gewesen. Die Richtlinien für die "Überbrückungshilfen" waren am 27. August formuliert und am 28. September noch einmal nachjustiert worden.

19 Millionen Euro ausgezahlt

(dpa). Etwas mehr als 19 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes sind bislang in den Profisport geflossen. Dem Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln lagen einen Tag vor Ablauf der ursprünglich bis zum 31. Oktober laufenden Frist 245 Anträge vor. Die bis dahin beantragte Summe betrug 58 247 465,40 Euro. Von den 245 Anträgen wurden bislang 80 bewilligt, die ein Volumen von 19 104 350,52 Euro ausmachen. 163 Anträge sind noch in der Bearbeitung. Dies ergab eine Anfrage beim für die Corona-Sportförderung zuständigen Bundesministerium des Innern.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport zu mildern. Angesprochen sind Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb. Die "Coronahilfen Profisport" haben ein Volumen von 200 Millionen Euro. Die Antragsfrist sollte eigentlich am 31. Oktober auslaufen, sie wurde aber nach Verkündung des Teil-Lockdowns am vergangenen Mittwoch bis zum 11. November verlängert.

Allerdings gilt dies nur für Vereine, die sich von 1. September bis 31. Oktober auch im Registrierungsportal des Bundesverwaltungsamtes in Köln eingetragen haben. Das Portal ist - wie online angekündigt - seit 1. November geschlossen.

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