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Handball

Revikon neuer Trikotsponsor der HSG Wetzlar

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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Das "17 und Wir"-Sponsoring der HSG Wetzlar ist zu Ende. Dafür wird Projektentwickler Revikon neuer Trikotsponsor. Das Hygienekonzept sieht zum Saison-Einstieg 800 Zuschauer vor.

Exakt ein halbes Jahr nach dem Corona-Abbruch der Spielzeit 2019/2020 der Bundesliga ist bei der HSG Wetzlar die Hoffnung auf eine Handball-Zukunft zurückkehrt. Mit dem Saison-Opening am Donnerstagabend am Dutenhofener See beginnt eine neue Zeitrechnung.

Beim traditionellen Sponsorentreffen vor jeder der nunmehr schon 23 Erstliga-Spielzeiten stellte Hallensprecher Frank Piroth die fünf Neuzugänge vor, präsentierte Geschäftsführer Björn Seipp nach dem Ein-Jahres-Intermezzo des "17 und Wir"-Sponsoringkonzeptes mit dem mittelhessischen Projektentwickler Revikon einen neuen Trikotsponsor und Vertriebsleiter Alexander Finke stellte das bereits dem Gesundheitsamt vorgelegte Hygienekonzept vor.

"Wir fahren wieder auf Sicht", konnte Björn Seipp nach monatelanger Zwangspause, die für Trainer Kai Wandschneider "einem Berufsverbot" gleichkam, endlich dem anvisierten Saisonstart am 4. Oktober in der Wetzlarer Rittal-Arena gegen die SG Flensburg/Handewitt (16 Uhr) entgegenblicken. In den letzten Tagen waren noch der Umzug der Geschäftsstelle in die Rittal-Arena, die Bekanntgabe von Benjamin Matschke als Trainer-Nachfolger von Kai Wandschneider sowie der Corona-Fall von Stefan Cavor die bestimmenden Themen, jetzt aber richtet sich der Fokus Stück für Stück wieder auf das Sportliche. "Die Zukunft ist heute", ergänzte Trainer Kai Wandschneider gewohnt wortgewandt, weil er sich nicht in die Rolle des Propheten begeben wollte. Eher in die des Humoristen, als er die Frage nach einem neuerlichen Corona-Abbruch wortwitzig mit "als Trainer bin ich es gewohnt, zu denken, es sei das letzte Training" beantwortete.

Allerdings hat sich die HSG Wetzlar von ihrem im Vorjahr notgedrungen aus der Taufe gehobenen Sponsoringkonzept "17 und Wir" wieder verabschieden müssen, da Corona wirtschaftlich auch an einigen Unterstützern nagt und diese ihr Engagement deshalb herunterfahren mussten. Dafür konnte Björn Seipp Projektentwickler Reviko" als neuen Trikotsponsor präsentierten, jenes Unternehmen, welches mit der Volksbank Mittelhessen und der Weimer Beteiligungsgesellschaft mbH als Arenakonzept GmbH nunmehr die Rittal-Arena betreibt. Geblieben sind dennoch neun Toppartner, die folglich 2020/21 Heimspiel-Presenter für jeweils zwei Partien sein werden und die noch am Abend durch Torhüter Till Klimpke und Rechtsaußen Kristian Björnsen ihre Begegnungen zugelost bekamen.

Saisonstart mit 800 Zuschauern?

Nachdem Moderator Frank Pirtoh nach und nach die fünf Neuzugänge Emil Mellegård, Ivan Sršen, Philip Henningsson, Patrick Gempp und Magnus Fredriksen zur Vorstellung auf die Bühne geholt hatte und von einer Corona-Erkrankung des Schweden Emil Mellegard im Mai sowie anhaltenden kardiologischen Problemen bei Patrick Gempp erzählte, folgte der Übergang zu bevorstehenden Saisonstart.

SG Flensburg/Handewitt, THW Kiel und MT Melsungen sind die ersten drei Teams, die die HSG Wetzlar nacheinander in der Rittal-Arena erwartet. Das Gesundheits- und Hygienekonzept der HSG Wetzlar liegt - so Vertriebsleiter Alexander Finke - den Behörden vor und man ist zuversichtlich, dieses bis Anfang kommender Woche genehmigt zu bekommen. "Das Konzept sieht 800 Zuschauer vor, die in acht Zonen zu je 100 Besuchern eingeteilt werden", so Finke, "jede Zone hat einen separaten Eingang und einen individuellen Sicherheitsbeauftragten. Die Karten gehen zunächst an Sponsoren und Unternehmen, der Rest über das Internet in den freien Verkauf. "Die Karten können nur online erworben, müssen personalisiert und individuell zu Hause ausgedruckt werden", erläuterte Finke das Prozedere, in der Hoffnung, die Zuschauerzahl im Laufe der Saison noch weiter steigern zu können.

800 Zuschauer könnten nur ein Anfang sein, weil wirtschaftlich nicht über einen längeren Zeitraum darstellbar. Sportlich ohnehin nicht. Ganz ohne Zuschauer ist für Publikumsliebling Maximilian Holst "wie auf einem Begräbnis zu spielen", wie kürzlich beim Test in Melsungen in der großen Messehalle, und eine halb leere Halle von der Stimmung her gerade gegen die Großen der Liga ein Nachteil für die Grün-Weißen, "weil wir von der Unterstützung unserer Fans leben".

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