Ein Rennen der besonderen Art für die Klein-Lindener

(die) Es war das hochkarätigste Kriterium, das in diesem Jahr in Hessen angeboten wurde. Mit dabei drei Fahrer vom RV 1904/27 Gießen-Kleinlinden, die das Rennen über 50 Runden (80 Kilometer) in Bad Homburg bestimmt nicht nach dem Motto abhaken werden: »Rennen vorbei, nächstes Rennen.«

(die) Es war das hochkarätigste Kriterium, das in diesem Jahr in Hessen angeboten wurde. Mit dabei drei Fahrer vom RV 1904/27 Gießen-Kleinlinden, die das Rennen über 50 Runden (80 Kilometer) in Bad Homburg bestimmt nicht nach dem Motto abhaken werden: »Rennen vorbei, nächstes Rennen.« Dafür waren die Gegner einfach zu stark und zu bekannt, und nicht aller Tage wird man vor einer großen Zuschauerkulisse von Radsport-Experte Karsten Migels interviewt.

Schon vor dem Rennen gaben die RVler Moritz Schütz, Sebastian Schubert und Jonas Hartmann in ihren blau-weiß-roten Trikots ein professionelles Bild ab - und es erforderte genaues Hinsehen, um Unterschiede zu den Profis zu erkennen. So wurde ihre Brust nicht von global agierenden, börsennotierten Konzernen geziert, sondern eine Handvoll Familienunternehmen aus der lokalen, der mittelhessischen Wirtschaft brachten wie gewohnt ihre Verbundenheit zum Vereinssport auf dem Kleinlindener Trikot zum Ausdruck.

Keinen Unterschied zu den Radprofis konnte man hingehen im Interview erkennen, das Eurosport-Kommentator Karsten Migels im Vorfeld mit dem amtierenden Zeitfahr-Hessenmeister Moritz Schütz führte. Seine Einschätzung zu Chancen und Absichten des dreiköpfigen Kleinlindener Teams untermauerte Schütz dann im Rennen, dass das illustre Fahrerfeld 50-mal um den Kurpark führte. Co-Kommentator Hasso Redenz aus Königstein sorgte mit Eurosport-Mann Migels für eine gekonnte Mischung aus Profiwissen und Fachkenntnissen der hessischen Radrennsportszene, in der sich inzwischen auch die Kleinlindener fest etabliert haben.

RV-Sportkoordinator Heinz Otto Baum war begeistert, seine Männer mit den Profis fahren zu sehen: »Es war ein tolles Rennen von unserem Team. Alle drei sind sehr aufmerksam gefahren. Moritz Schütz hat einmal einen dritten Platz in der Punktwertung belegt. Jonas Hartmann und Sebastian Schubert zeigten sich mehrfach vorne an der Spitze. Wir wurden öfters von den Streckensprechern erwähnt und haben uns gut präsentiert«, schilderte Baum seine Eindrücke der ersten Rennhälfte.

Dann hat sich allerdings das Fahrerfeld geteilt und eine rund zehn Fahrer starke Kopfgruppe ist rennentscheidend davongefahren, sodass das RV-Trio nicht mehr punkten konnte. Immerhin beförderten seine frühen Wertungspunkte Moritz Schütz auf den elften Gesamtrang - seine Teamkollegen erreichten im vorderen Mittelfeld das Ziel.

Den Sieg sicherte sich der Italiener Alessandro Petacchi, der soeben die Tour de France als bester Sprinter mit dem Grünen Trikot abgeschlossen hat. Lokalmatador Tony Martin aus Eschborn, der aktuelle deutsche Zeitfahrmeister, folgte noch vor Sprintrückkehrer Danilo Hondo auf Platz zwei.

1. Alessandro Petacchi (Lampre-Farnese), 2. Tony Martin (HTC-Columbia), 3. Danilo Hondo (Lampre), 4. Steffen Radochla (Nutrixxion-Sparkasse), 5. Claudio de Benedictis (Espoirs R. Lange), 6. Dirk Müller (Nutrixxion-Sparkasse), 7. Tim Barth (Heizomat), ... 11. Moritz Schütz (RV 1904/27 Gießen-Kleinlinden).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare