Reisen ins Ungewisse

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(dpa). Der deutsche Meister Alba Berlin und die Basketballer von Bayern München stehen vor der ungewöhnlichsten EuroLeague-Saison ihrer Geschichte. Bevor die beiden deutschen Klubs in dieser Woche in die Königsklasse starten, stehen nicht die sportlichen Fragen im Fokus. Wirklich wichtig ist: Wie soll eine internationale Saison mit 18 Teams aus ganz Europa inmitten der Pandemie funktionieren? Schließlich steigen die Zahlen in fast allen Ländern.

Alle Beteiligten stellen sich daher auch auf eine komplizierte Spielzeit ein. "Es wird eine große Herausforderung sein", befand Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic vor dem Pflichtspielstart an diesem Freitag (20.30 Uhr/Magentasport) gegen das italienische Spitzenteam Olimpia Mailand. Alba startet bereits am Donnerstag (20.05 Uhr/Magentasport) bei Maccabi Tel Aviv im Corona-Hotspot Israel in die Vorrunde mit je 17 Heim- und Auswärtsspielen.

Pesic unterstrich, dass der Kontakt mit den Behörden exzellent sei. Insbesondere der Austausch der Vereine untereinander in der Bundesliga und international sei "sehr, sehr respektvoll, sehr, sehr hilfsbereit". Die Bayern treten nach dem EuroLeague-Auftakt gegen Mailand anschließend am 9. Oktober in Berlin an. Bis dahin also alles kein Problem.

Doch danach geht es innerhalb von fünf Tagen nach Tel Aviv und Istanbul, beides vom Auswärtigen Amt eingestufte Risikogebiete, und dann weiter nach Weißenfels zum BBL-Pokal gegen medi Bayreuth. Ob das mit Flügen und Corona-Tests wirklich alles klappt, steht in den Sternen. "Als Organisation sind wir aber bereit, uns jeglicher Situation zu stellen", sagte Bayern-Sportdirektor Daniele Baiesi. Auch bei Alba stellt man sich den Umständen. "Das wird die größte Herausforderung, der wir gegenüberstanden. Man kann zurzeit gar nichts planen", sagte Alba-Manager Marco Baldi.

Verordnungen und Regeln können sich täglich ändern. Auch mit möglichen Quarantänen nach Reisen ist zu rechnen. Auch welche Kosten auf die Klubs zu kommen ist noch unklar. Für den Flug ins Corona-Risikogebiet Israel musste extra ein Flieger gechartert werden. Und dann ist da noch die Frage nach Zuschauern bei den Heimspielen. Aktuell gehen beide Klubs davon aus, dass zumindest einige Fans in die Hallen dürfen. Aber auch das kann sich schnell ändern.

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