Regionalliga gilt in Hessen als Profiliga

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(op). Am Freitagabend rollte in der Fußball-Regionalliga noch der Ball. Am Wochenende soll ebenfalls gespielt werden. Und danach? Für Dienstag und Mittwoch sind eigentlich die nächsten Partien angesetzt. Ob dann jedoch gekickt wird, war am Freitagabend noch völlig offen. Die Regionalliga Südwest GbR hatte klargestellt, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebes über den 1. November hinaus nur möglich ist, wenn alle Bundesländer, in denen Vereine der Regionalliga Südwest beheimatet sind, diese Spielklasse als Profiliga einstufen. Im Saarland (Elversberg, Homburg) ist das offenbar der Fall. Das hessische Innenministerium hatte die Regionalliga im April 2020 bereits dem Profisport zugeordnet, auch wenn die Meinungen hier auseinandergehen. "Wir sind Amateure", meint etwa Daniyel Cimen, Trainer des FC Gießen. Für Kickers Offenbachs Geschäftsführer Thomas Sobotzik ist die Regionalliga hingegen "eine Profiliga, in der auch Amateure spielen". Der OFC zahle 28,9 Prozent Abgaben auf den Bruttolohn an die Berufsgenossenschaft. Aus dem Wort ergebe sich bereits der Berufssportler-Status.

Bleiben also noch Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, wo die Gemengelage ähnlich ist wie in Hessen, und Bayern, das nur einen Klub in der Regionalliga Südwest hat. Und der könnte zum Zünglein an der Waage werden. Bayern Alzenau, das sich selbst als Amateurverein sieht, gehört zwar dem Hessischen Fußball-Verband an, ist aber an die Entscheidungen der bayerischen Landesregierung gebunden.

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