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Die Delegation der Gießener Schiedsrichter. FOTO. PM

31 Referees bei der Weiterbildung

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(maz). Auch wenn in den monatlich stattfindenden Lehrabenden die Gießener Schiedsrichter-Vereinigung dafür Sorge trägt, dass alle relevanten Regeländerungen und Informationen den Referees mitgeteilt werden, ist das seit elf Jahren stattfindende Wintertrainingslager immer wieder etwas Besonderes. Das war auch diesmal das Fazit der Teilnehmer der Weiterbildung in Altenkirchen im Westerwald.

Da eine Schiedsrichterin kurzfristig krankheitsbedingt passen musste, war Sabine Mandler (SG Kinzenbach) die einzige Frau in der 31-köpfigen Gruppe, die Gießens Kreisschiedsrichterobmann Andreas Reuter begrüßen konnte. Bei der Vermittlung der Lehrinhalte wurde Lehrwart Patrick Haustein von seinem Stellvertreter Alexander Pächthold und Johannes Baumann unterstützt.

Von der B-Klasse bis zur Hessenliga

Schon bei der Begrüßung wurde die gute Mischung von den Teilnehmern gelobt, denn sowohl in Alter, Erfahrung und Dauer der Schiedsrichtertätigkeit wurde auch in Hinblick auf die Einsatz-Spielklassen von B-Klasse bis Hessenliga das gesamte Spektrum des Schiedsrichterwesens abgedeckt. Zusätzlich fanden die abwechslungsreichen Inhalte, die Präsentationsform und die Gruppenarbeiten die Anerkennung der Teilnehmer.

Der Auftakt wurde zur regelkonformen Ausübung der Schiedsrichtertätigkeit genutzt. Dabei war zunächst das Wissen der Schiedsrichter gefragt. In einem Regeltest, der 20 Fragen umfasste, mussten Fragestellungen zu Spielsituationen beantwortet werden, die auch mit Regeländerungen der jüngeren Vergangenheit zu tun hatten. Auch beim anschließenden Konformitätstest, bei dem 15 Videosequenzen von Spielsituationen beurteilt wurden, standen die gerade in letzter Zeit häufig diskutierten Punkte Abseits und Handspiel im Fokus. Zusätzlich gab es Aufgaben aus den Bereichen Notbremse und überhartes Foulspiel. Jeder Teilnehmer musste dabei beantworten, ob ein Regelverstoß vorlag, wie sich die Spielfortsetzung darstellt - und ob möglicherweise persönliche Strafen gegen Spieler auszusprechen sind. Natürlich waren sich bei den Auflösungen nicht alle Schiedsrichter einig, für die Auflösung sorgte Lehrwart Patrick Haustein, der die zurzeit gültige Einschätzung dieser Regelentscheidungen erläuterte.

Auch Gewalt wird thematisiert

Mit einem von Johannes Baumann geleiteten Frühsport und anschließendem Frühstück wurde der Lehrgang fortgesetzt. In Gruppenarbeiten wurden weitere Aufgaben und Fragen zur Schiedsrichtertätigkeit gemeinschaftlich bearbeitet. Neben dem Thema: "Aufgaben des Schiedsrichters vor, während und nach dem Spiel", stand die Bewertung von Videosequenzen, die das Stellungsspiel und die Laufwege von Schiedsrichtern zeigen, zur gemeinschaftlichen Aufarbeitung im Vordergrund. Aber auch die Basis der Spielsituationen, wie Einwurf, Anstoß, Abstoß und was dabei zu beachten ist, standen hier im Fokus.

Da gerade in der letzten Zeit auch in den Medien die Gewalt im Sport ein viel diskutiertes Thema war, war ein Vortrag von Patrick Haustein, zum Thema Konflikt-Management ein Muss. Vor allem die Bewertung, die Perspektive des Spielers einzunehmen, war ein interessanter Aspekt für die insgesamt 31 Schiedsrichter.

Auch der abendliche Erfahrungsaustausch wurde von allen Teilnehmern positiv bewertet. Neben der Fortsetzung der Gruppenarbeiten stand der Vortrag des Verbandsliga-Schiedsrichters Tim Waldinger von der Schiedsrichtervereinigung Marburg im Mittelpunkt. Themenschwerpunkt war die Aufgabe der Schiedsrichter-Assistenten. Auch wenn diese Aufgaben erst in Spielen der Gruppenliga oder höher wichtig sind, waren für alle Teilnehmer interessante Details dabei. Am Ende waren alle Teilnehmer der Meinung, dass die erarbeiteten Inhalte eine sinnvolle Ergänzung für die kommenden Aufgaben darstellen und die Veranstaltung rundum im Westerwald gelungen war.

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