Rainer Dotzauer: Immer mehr in der Rolle des Opas

(jmu) Er hat den Handballsport in Mittelhessen stark geprägt. Als Spieler, Trainer, Sportlicher Leiter und Manager war Rainer Dotzauer für den TSV Dutenhofen und den Bundesligisten HSG Wetzlar aktiv. Am Dienstag feierte er seinen 65. Geburtstag – zur Ruhe oder Rast gesetzt hat er sich allerdings noch lange nicht.

Seit seinem letzten runden Geburtstag sind fünf Jahre vergangen. Manches hat sich verändert, manches ist mehr oder weniger beim Alten geblieben. Verändert hat sich seine familiäre Situation: "Ich bin dabei, immer mehr in die Rolle des Opas zu wachsen", verweist Dotzauer stolz auf die Tatsache, dass er inzwischen Großvater ist.

Mit seinem fünfjährigen Enkel und seiner eineinhalb Jahre alten Enkelin verbringt er sehr viel Zeit. "Jeden Tag wird hier Ball gespielt. Fußball, Handball und Basketball – da kommt der Junge nach seinem Opa", freut sich der Jubilar über das Ballgefühl seines Enkels.

Trotz seines familiären Eingespanntseins ist er – wie könnte es auch anders sein – nach wie vor im Handballsport tätig. Schließlich ist Dotzauer eine der großen Schlüsselpersonen im mittelhessischen Handball der letzten Jahrzehnte.

Bereits mit 28 Jahren war er Spielertrainer beim TSV Dutenhofen, als Trainer dieser Mannschaft gelang ihm schließlich Ende der 70er Jahre der Sprung in die Regionalliga. In den 80er Jahren schaffte er mit dem TSV erneut den Aufstieg, diesmal in die zweite Liga. Nach zwischenzeitlichen Amtszeiten in Hüttenberg und Gelnhausen, die auf die erfolgreiche Arbeit des Dutenhofeners aufmerksam geworden waren, kehrte Dotzauer 1994 zurück in die Heimat. Als Manager und Sportlicher Leiter nahm er anschließend die Zügel der HSG in die Hand. In dieser Zeit gelang 1998 der Aufstieg in die erste Liga, in der die Spielgemeinschaft der Stammvereine aus Dutenhofen und Münchholzhausen auch heute noch beheimatet ist.

Vor nicht ganz zwei Jahren erfolgte dann der offizielle Rückzug aus der Führungsebene, als Berater blieb er dem Verein aber erhalten. Derzeit kümmert sich der Dutenhofener verstärkt um die Förderung der 18- bis 21-Jährigen bei der HSG.

Zur kommenden Saison der HSG Wetzlar äußert der ehemalige Manager sich positiv: "Mein erster Eindruck vom Eröffnungstraining war gut. Ich denke, dass wir im Angriff besser geworden sind." Gleichzeitig warnt Dotzauer aber: "Die Vorbereitungsspiele werden meist im Angriff gewonnen, die Spiele in der Runde eher in der Defensive." Diese brauche nach dem Abgang von Gregorios Chalkidis wahrscheinlich erst mal Eingewöhnungszeit, so die Einschätzung Dotzauers.

Allgemein ist er aber optimistisch und schätzt den Kader mit den Neuzugängen Michael Müller, Jens Tiedtke, Tobias Reichmann und Fannar Thor Fridgeirsson stärker als den Kader des letzten Jahres ein. Auch in der kommenden Saison wird der 65-Jährige gespannt die Spiele "seiner" HSG verfolgen.

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