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Drei Spiele, drei Niederlagen: Rackelo-Trainer Patrick Unger ist darüber nicht erfreut, aber er ist weiterhin optimistisch und gibt für die junge Truppe die Richtung vor.

Rackelos zahlen in Erfurt Lehrgeld

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Auch im dritten Anlauf gab es für die Gießen 46ers Rackelos in der dritten Basketball-Bundesliga keinen Sieg zu bejubeln. Bei den Basketball Löwen Erfurt hieß es 79:83 nach Verlängerung.

In einer umkämpften Partie hatten die Mittelhessen den Sieg mehrfach fast im Sack. Einzelne Läufe brachten die Thüringer immer wieder nach vorne, wobei alleine die beiden Leader Tyseem Lyles und Guy Edi zusammen 51 Punkte einstreuten. Bei den Rackelos feierte Guard Kienan Walter nach überstandener Verletzung seinen Einstand. Er scorte genauso zweistellig wie Tim Uhlemann, Johannes Lischka und Maximilian Begue.

»Erfurt hat es einfach mehr gewollt. Es waren einzelne Fehler, die uns am Ende den Sieg gekostet haben. In der zweiten Halbzeit hätten wir schon höher führen müssen«, resümiert Headcoach Patrick Unger: »Aber am Ende war es unsere Unerfahrenheit, die uns verlieren lässt. Daran werden wir arbeiten.«

Das verjüngte Farmteam hatte erneut Probleme mit Ballverlusten, insbesondere in der Anfangsphase. Am mangelnden Kampf lag es nicht, wie die Reboundhoheit gegen nicht wirklich kleinere Erfurter belegte. Uhlemann legte so nach Offensivrebound zum 15:13 ab (10.). Es war ein über 45 Minuten umkämpftes Spiel, in welchem auch die gastgebenden Löwen nicht ohne Fehler blieben. Einen kleinen Zwischen-Run vollendete Walter, der von Lischka glänzend an der Dreierlinie in Szene gesetzt worden war (31:24, 16.). Weitere Dreier von Walter und Tim Schneider führten zum 39:33 zur Halbzeit.

Im dritten Quarter verwaltete Gießen meist eine knappe Führung, konnte diese gegen schwächelnde Erfurter aber nicht ausbauen. Das rächte sich: Es folgte ein 9:0-Gegenlauf der Gastgeber im vierten Abschnitt, den erst Uhlemann am Brett unterband (53:56, 34.). Uhlemann war es auch, der nach exzellenten Zuspielen von Sebastian Brach und Viktor Ziring auf 66:68 vor der Schlussminute scorte. Der siegbringende Dreier mit der Sirene verfehlte aber knapp sein Ziel.

In der Verlängerung übernahmen Edi und Lyles die Kontrolle, wie aus dem Nichts stand es 75:70 für die Landeshauptstädter, die von ihren Fans gepuscht wurden. Gießen agierte in dieser Phase sichtbar nervös, schnupperte nach einem Dreier durch Lischka zum 73:77 aber nochmals am Comeback. Taktisch gefoulte Löwen ließen sich die Butter dann aber nicht mehr vom Brot nehmen und schaukelten den Sieg nach Hause.

Gießen empfängt als nächstes Meisterschaftsfavorit Koblenz in eigener Halle. - Gießen: Ziring (7), Maruschka, Schneider (5), Göbel, Begue (15), Uhlemann (12), Gümbel, Lischka (17), Njie, Walter (14, 10 Rebounds), Rostek (2), Döntgens, Baumgarten (7). / Erfurt: Döring (2), Edi (28), Schiller (5), Will, Pleta (8), Osei (10), Lyles (23), Radefeld, Georgiev, Farenhorsts, Kraus, Heber (7).

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