Rackelos treten auf der Stelle

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Erneut konnten die Gießen 46ers Rackelos das Duell gegen ein anderes Farmteam der Basketball-ProB nicht für sich entscheiden. Das 66:76 (36:37) beim FC Bayern II war die dritte Niederlage in Folge.

Die zweite 46ers-Mannschaft war am Vorabend des BBL-Spiels der Ersten gegen den FC Bayern ebenfalls im Münchener Audi Dome gefragt. Dort mussten die Rackelos auf Spielmacher Tim Köpple verzichten (Gehirnerschütterung). Der so ausgedünnte Backcourt um Leon Okpara (21 Punkte) und Wyatt Lohaus (18) machte einen herausragenden Job, hatte aber früh mit Foulproblemen zu kämpfen. Über drei Viertel konnten die Mittelhessen das Match trotzdem offenhalten. Allerdings war bereits in den letzten drei Minuten des dritten Quarters ein Bruch ins offensive Gelingen beider Teams gekommen. "Wir standen uns im Angriff oft selbst im Weg. Auch unsere Schussauswahl war schwach", moniert Cheftrainer Rolf Scholz. Da neben Okpara und Lohaus auch die Big Men Filip Krämer und Hannes Osterwalder früh mit Fouls belastet waren, ließ der Coach mit einem Wechsel aus Zonen- und Mann-Verteidigung agieren. "Defensiv ist der Plan über weite Strecken aufgegangen", kann er der Pleite seines Teams so trotz allem etwas Positives abgewinnen. "Es war insofern ein kleiner Fortschritt", sagte Scholz. Gegen Frankfurt und Ulm - ebenfalls Farmteams - hatte die Abwehr der Rackelos phasenweise offen wie ein Scheunentor gestanden.

Ein vergleichbarer Einbruch erfolgte am Samstag erst im Schlussviertel, als die Bayern ein 49:48 binnen Minuten in ein vorentscheidendes 62:50 (34.) verwandelten. Krämer brachte mit einem Dreipunktespiel Hoffnung zurück. Es waren aber erst Okpara und vor allem Lohaus, die mit einem 8:2-Run nochmals auf 63:69 verkürzten (39.). Die verbliebene Zeit nutzten die Gießener für zwei schnelle Dreier, die ihr Ziel verfehlten. Als auch noch Okpara sein fünftes persönliches Foul beging, war das die Entscheidung. Damit hält der FCB Kontakt zu den Playoff-Rängen. Umgekehrt geraten die Rackelos drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde nun in Zugzwang. Die ebenfalls seit Wochen patzende Konkurrenz aus Coburg, Speyer und Baunach sorgt dafür, dass die 46ers II noch immer auf dem fünften Rang stehen. Der Abstand auf die Relegationsplätze beträgt aber nur noch vier Punkte. Schlimmer ist da bloß, dass mit Würzburg (Samstag um 20 Uhr) und Elchingen als nächstes das Spitzenduo in der Sporthalle Ost gastiert. Nachdem die Gießener drei Matchbälle im Kampf um die vorzeitige Playoff-Qualifikation liegen gelassen haben, ist mindestens ein weiterer Sieg in den verbleibenden Spielen Pflicht.

Gießen: Amaize, Krämer (5), Uhlemann (2), Okpara (21), Lischka (13), Pesava (5), Lohaus (18), Brach (2), Osterwalder. - München: George (14), Schmitz, Frankl-Maus (12), Rudan (26), Ersek (6), Noeres (4), Knauf (2), Düh (8), Grant (4).

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