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Donte Nicholas und der Rest der Gießen 46ers Rackelos wollen sich in Erfurt nicht vom Tabellenletzten überraschen lassen.

Basketball

Rackelos sind der Favorit im Löwenkäfig

  • vonHarald Friedrich
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Im Duell der Gießen 46ers Rackelos bei den Erfurter Basketball-Löwen (Sonntag, 16 Uhr) ist das Pro B-Team aus Mittelhessen aufgrund der Tabellensituation Favorit. Unklar ist, wer mit anreisen wird.

Die Ausgangslage könnte klarer nicht sein. Während Gießen mit 22 Punkten auf dem Konto die neuerliche Playoffteilnahme quasi nicht mehr zu nehmen ist, halten die Thüringer die rote Laterne weiterhin fest umklammert. Nur zwei Siege stehen bislang für das Team von Coach Uvis Helmanis zu Buche. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt bereits acht Punkte.

»Für Erfurt geht es um alles, das wird ein heißer Tanz«, warnt desto dringlicher Gießens Trainer Lutz Mandler. Noch offen ist, welcher Rackelo zu Hause bleiben muss, um im Duell der Gießen 46ers gegen die Hamburg Towers auszuhelfen. Das Spiel findet wenige Stunden später am Sonntagabend ab 20.30 Uhr statt.

Für Mandler selbst sind die Prioritäten klar verteilt: »Das Wichtigste bei uns ist die erste Liga. Die erste Liga braucht Ruhe, darauf liegt der Fokus«, sagte er vor einigen Wochen im Nachklang der Partie in Dresden. Seinem Kumpel Rolf Scholz wird er keine Steine in den Weg legen. Das liegt natürlich nicht zuletzt daran, dass der Trainer des Bundesliga-Clubs auch den deutlich steinigeren Weg vor sich hat.

Denn während die 46ers erstmals seit 2013 ernsthaft gegen den Abstieg kämpfen müssen, schreiben die Rackelos ihre Erfolgsgeschichte in der ProB-Süd fort. Bei noch sechs Hauptrundenpartien beträgt der Abstand auf die Relegationsplätze 14 Punkte, auch wenn die ungleiche Anzahl an ausgetragenen Begegnungen den Vergleich erschwert. Statt nach unten orientiert man sich eher nach oben: Der erste Tabellenplatz ist noch in Sichtweite.

Trotz der Tabellenlage ist Erfurt nicht zu unterschätzen. Gegen Ligaprimus Coburg hielt das Schlusslicht sein jüngstes Spiel bis in die Endphase offen. Letztlich hieß es 76:86. Dabei mussten die Löwen den verletzungsbedingten Ausfall von Guard Ricky Price verkraften. Der US-Amerikaner ist absoluter Führungsspieler, scort fit 16 Punkte im Schnitt. Besser macht es nur Rowell Graham Bell mit 17 Zählern. Der dahinter entstehende Leistungsfall ist mitverantwortlich für die prekäre Situation der Landeshauptstädter.

So ist es fast egal, welcher der Rackelo-Doppellizenzspieler statt im Löwenkäfig gegen Hamburg seinen Mann stehen muss: An der Favoritenrolle kommen die Mittelhessen in der ProB nicht vorbei.

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