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Die Gießen 46ers Rackelos um Trainer Patrick Unger (r.) haben am Samstag gegen den Basketball-ProB-Ligaprimus aus Koblenz nichts zu verlieren.

Rackelos ohne Druck gegen Primus

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Drittes Heimspiel für die Gießen 46ers Rackelos: Der Basketball-Drittligist empfängt am Samstag (19.30 Uhr, Osthalle) Ligaprimus EPG Baskets Koblenz - und will den Favoriten ärgern.

Das Farmteam ist unglücklich in die Saison gestartet. Die drei Niederlagen zum Auftakt spiegeln nicht das Leistungsvermögen wider, das die junge Mannschaft an den Tag gelegt hat. Stets waren die Mittelhessen denkbar knapp gescheitert. Zuletzt musste man sich Erfurt erst nach Verlängerung geschlagen geben. »Im Nachhinein betrachtet haben wir eigentlich viel richtiggemacht«, erklärt Coach Patrick Unger. Allein Zählbares ist bislang noch nicht herausgekommen.

Mit Blick auf den Kader darf das nicht verwundern. In der Vergangenheit hatten die Rackelos über deutlich mehr Profis und US-Spieler verfügt, die die Perspektivspieler ergänzten. Auch in diesem Jahr stehen mit Johannes Lischka, Tim Uhlemann, Maximilian Begue und Kienan Walter zwar drei Stützen zur Verfügung. Dahinter setzen die 46ers II aber alleine auf Kräfte aus dem eigenen Talentpool, zu denen Lischka und Uhlemann einst selbst gezählt hatten.

Der einzige klassische »Importspieler« Walter gab zudem erst gegen Erfurt sein Debüt. »Es ist gut, dass er zurück ist«, freut sich Unger über die Verstärkung. Verzichten muss der Basketballlehrer weiterhin auf David Amaize, einen weiteren Führungsspieler der letzten Spielzeit.

Da ist es vielleicht gut, dass es mit Koblenz jetzt gegen einen Gegner geht, gegen den die Rackelos nichts zu verlieren haben. Das Team vom Deutschen Eck geht als Favorit in die Partie und ist auch ein heißer Anwärter auf die Meisterschaft. »Sie sind ein sehr ausgeglichenes und gut gecoachtes Team. Sie haben viele Schützen und alles, was man braucht, um in der ProB zu spielen«, erklärt Unger.

Generell stehen die Zeichen bei den Baskets voll in Richtung Professionalisierung. Strukturell äußert sich dies durch den Umzug in die deutlich größere CGM Arena und den Trainerwechsel. Dort übernahm der erfahrene Mario Dugandzic für Danny Rodriguez, der Koblenz im Vorjahr auf Platz sieben geführt hatte. Personell sticht vor allem Dominique Johnson hervor. Der athletische Guard ging im Vorjahr noch in der ersten Liga für Chemnitz auf Korbjagd. Er führt seine Farben derzeit bei den Punkten pro Spiel gemeinsam mit Marvin Heckel an, der zuvor in der ProA (Bremerhaven) unter Vertrag stand.

Gießen kann also druckfrei in die Partie gehen - und will vor den eigenen Fans doch einmal mehr zum Favoritenschreck werden. In der Osthalle gilt die 2G-Regelung, parallel wird das Spiel auf YouTube gestreamt.

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