Die Gießen 46ers Rackelos um Johannes Lischka verlieren in der Pro B Süd das Spitzenspiel in Dresden knapp mit 82:90 und belegen nun in der Tabelle Rang vier. 	FOTO: FRIEDRICH
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Die Gießen 46ers Rackelos um Johannes Lischka verlieren in der Pro B Süd das Spitzenspiel in Dresden knapp mit 82:90 und belegen nun in der Tabelle Rang vier. FOTO: FRIEDRICH

Rackelos mit Niederlage

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Mit 82:90 (44:49) unterlagen die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag in Dresden das Spitzenspiel. Der Basketball-Drittligist musste in der Schlussphase auf Tim Uhlemann verzichten, der sich verletzt hatte.

Beim Stand von 76:82 war der Forward abseits des Balls umgeknickt. Während Max von der Wippel die Situation nutzte und zum vorentscheidenden 84:76 ablegte, musste Uhlemann sofort ausgewechselt werden. Am Stream schien es, als könne der 21-Jährige die Schmerzen einfach rauslaufen. Rackelo-Headcoach Lutz Mandler will aber noch keine Entwarnung geben: »Er wollte von sich aus sofort ausgewechselt werden. Und das war auch die richtige Entscheidung.«

Eine Diagnose wird Anfang der Woche feststehen. Auch bei den Titans war mit Georg Voigtmann ein Brettspieler ausgefallen. Während Uhlemann allerdings »nur« die letzten Minuten verpasste, stand der lange Dresdner gar nicht zur Verfügung. Desto beeindruckender traten die Sachsen inside auf.

»Der Kader ist so konzipiert, dass, wenn jemand ausfällt, genug hintenanstehen. Unser Spiel ist so konzipiert, dass wir mehrere Waffen haben«, erklärte Titans-Trainer Fabian Strauß nach dem Spiel. So kam es, dass seine Mannschaft trotzdem das Reboundduell für sich entschied (46:34). Gießen rieb sich in Brettnähe auf, die Brettspieler Johannes Lischka und Uhlemann kamen weniger in den Flow als in den Vorwochen.

Dennoch bescherten Kickout-Pässe immer wieder freie Würfe von außen: die zweite Waffe im Arsenal der Rackelos. Dieser Colt blieb aber kalt. Bei einer Quote von 24 Prozent war es eher verwunderlich, dass Gießen so lange auf Tuchfühlung blieb. »Wir kriegen derzeit einfach zu viele Punkte. Du kannst nicht 90 Punkte in dieser Liga zulassen, das ist zu viel Holz«, befand Mandler und sprach auch die mangelnde Körpersprache an. An dieser zu arbeiten, sei nun Ziel bis Mittwoch, wenn es bereits in der Osthalle gegen Speyer weitergeht.

Auch wenn es beim ehemaligen Nationalspieler im Vergleich zu anderen Topleistungen ruckelte: Vor allem am Anfang war Lischka voll da. Acht Punkte erzielte der Kapitän in der Anfangsphase und konnte seine Farben damit im Spiel halten (14:15, 9.). Es waren aber immer wieder kleinere Läufe, die Dresden in Führung liegen ließen. Einen solchen legten die Sachsen zum Ende des ersten Viertels hin. Erst der stark aufgelegte Sebastian Brach sorgte für die nächsten Zähler: Erst mit einem Dreier, dann mit einem Fünf-Punkte-Spiel (Brach wurde beim Korbleger unsportlich gefoult und bekam drei Freiwürfe, die er alle machte) hieß es 22:24.

Danach wechselte die Führung mehrfach. Erst vor der Pause setzten sich die Titans von 37:38 auf 49:41 ab. Ein weiterer 9:3-Lauf nach dem Seitenwechsel hätte bereits die Vorentscheidung bringen können. Gießen blieb über die Stationen 61:66 (29.) und 69:73 (32.) aber stets in Reichweite. Dass es nicht für die Wende reichte, lag auch an der kurzen Rotation der Hessen. Fünf Spieler standen mehr als 25 Minuten auf der Platte, Donte Nicholas musste sogar fast ganz durchspielen. Für die Wende sorgte dann fast Uhlemann, der zu Beginn des Schlussviertels zwei seiner patentierten Urschreie entfahren ließ. Gründe dafür waren ein Dreier aus dem Lauf sowie ein keckes Dreipunktespiel.

Dresden setzte beharrlich Nadelstiche. Der finale war der eingangs erwähnte freie Korbleger durch von der Wippel. Nach Fastbreakpunkten von Lischka zum 82:86 (37.) lag trotz allem die Wende in der Luft. Die Titans verriegelten danach aber den Korb und ließen keinen einzigen Zähler mehr zu. - Gießen 46ers Rackelos: Köpple (6), Amaize, Schneider (3), Uhlemann (17), Lischka (16), Nicholas (20), Schweizer (2), Brach (18).

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