Rackelo-Coach Rolf Scholz gibt seiner Basketball-ProB-Mannschaft die Richtung gegen Koblenz vor. FOTO: FRIEDRICH
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Rackelo-Coach Rolf Scholz gibt seiner Basketball-ProB-Mannschaft die Richtung gegen Koblenz vor. FOTO: FRIEDRICH

Rackelos vor englischer Woche

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Am Dienstag Koblenz, Samstag Bayern II - und das verlorene Derby vom Wochenende im Rücken: Auf die Gießen 46ers Rackelos warten in der 3. Basketball-Liga anstrengende Tage.

"Die ProB ist nicht die NBA", hatte Trainer Rolf Scholz vor einigen Monaten mit Blick auf die Gesamtlage und die anlaufende Saison in der dritten Liga gemahnt. Zumindest der Spielplan kommt allmählich nah an die stressige Taktung in der nordamerikanischen Profiliga heran. Ausgefallene Spiele sorgen dafür, dass die Gießen 46ers Rackelos noch fünf Spiele bis Monatsende auszutragen haben, darunter zwei in dieser Woche.

Corona hatte zuvor alle Pläne gehörig durcheinandergewirbelt. Mittlerweile arbeiten die Clubs mit Schnelltests vor den Spielen, um Ansteckungen untereinander systematisch zu verhindern. Mini-Bubbles sorgen somit für noch mehr "NBA-Feeling". Die geplante Übertragung via Stream soll die Spiele zukünftig aus der Sporthalle Ost in die Wohnzimmer der Fans übertragen.

So kann sich jeder über den gegenwärtigen Leistungsstand des Farmteams auf dem YouTube-Kanal der Gießen 46ers überzeugen. Los geht’s am Dienstag um 20 Uhr mit einer Heimpartie in der Ostahlle gegen Aufsteiger Koblenz. "Ein ganz dickes Brett", wie Scholz eindringlich warnt.

Koblenz ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Jede Menge ProB-bekannte Akteure tummeln sich im Roster von Coach Danny Rodriguez. Der Club macht kein Geheimnis aus seinem hohen Etat - und den hohen Ambitionen. Mittelfristig soll der Weg in die ProA führen. Mit Spielern wie Daryl Woodmore (16 Punkte pro Spiel), Brian Butler (16), Marley Jean-Louis (14) und Jacob Mampuya (12) könnte es durchaus schon dieses Jahr so weit sein.

Nach hervorragendem Saisonstart mussten die Baskets Ende November ihre erste Niederlage bei nominell unterlegenen Oberhaching Tropics quittieren. Weniger überraschend kam die Niederlage am letzten Wochenende gegen derzeit hervorragend aufgelegte Ulmer.

Die Rackelos indes werden ganz auf sich selbst fokussiert sein. Nach drei Siegen zu Beginn gingen zuletzt zwei Spiele in Folge verloren. Die Abgänge von Jeril Taylor und Alexandre Doche - die beiden "Imports" hatten den Club im Einvernehmen verlassen - hinterließen vorerst eine klaffende Wunde im Kadergehäuse der Mittelhessen. Trotzdem hielt Gießen die Partie gegen Hanau bis zuletzt offen. Dass nun überwiegend Jugend- und Nachwuchsspieler die Verantwortung schultern, ist reizvoll wie problematisch zugleich. Ob der geplante Neuzugang schon in dieser Woche zum Einsatz kommt, ist unklar.

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