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Thomas Mulitze und Rebekka Ott haben den Bodensee durchquert.

Quer durch den Bodensee

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(web). Reges Treiben herrschte dieser Tage um 5 Uhr morgens im Strandbad Konstanz-Horn: 110 Langstreckenschwimmer - darunter Rebekka Ott (Münzenberg) und Thomas Mulitze (Linden) - warteten im Neoprenanzug auf den Start der Bodensee-Openwater-Querung, Fünf Kilometer sollten es werden. Jeder Schwimmer hatte eine bunte Schwimmboje an seinem Anzug befestigt.

In der Wettkampfbesprechung wurde das Wichtigste erklärt: die Orientierungspunkte für das Ziel auf der anderen Seite in Meersburg, die Bojenpflicht für alle und das Überqueren der Zeitmessmatte bei Start und Ziel.

»Ich rannte so schnell ins Wasser, dass ich erst mal rechts, links und vor mir keinen hatte«, sagt Triathletin Rebekka Ott. Sie versuchte zunächst, sich an ihren Trainingspartner Thomas Mulitze (Linden) zu halten, aber das Tempo war zu hoch.

»Ich hatte sofort eine Dreiergruppe gefunden, und wir sind die ganze Zeit zusammen geschwommen«, so der ehemalige Freiburger Schwimmer. Ganz anders als die Gießener Lehrerin: »Ich war bis Kilometer drei komplett allein und habe das ehrlich gesagt sehr genossen. Nur Wasser um mich rum und die aufgehende Sonne vor mir.« Später seien ein Mann und eine Frau zu ihr aufgeschlossen. Zu dritt sei man nebeneinander weitergeschwommen. »In der Mitte der Strecke war die Gegenströmung ziemlich stark«, berichten beide unisono.

Rebekka Ott musste zwischenzeitlich brustschwimmend eine kurze Pause einlegen, da sie regelrecht seekrank wurde. Ein DLRG-Boot war sofort zur Stelle, nach kurzer Verschnaufpause mit Blick auf den Horizont legte sich die Übelkeit wieder. Weiter ging es mit Anschluss an das Zweierteam, das Ziel in Sichtweite.

Thomas Mulitze finishte nach 1:21:12 Stunden im Strandbad der Bodenseetherme Meersburg, zweiter Platz der Altersklasse 50 bis 59 und Sechster im Gesamtklassement. »Ich bin total happy, vorgenommen hatte ich mir exakt so eine Zeit. Und die Strecke war eher 5,4 Kilometer lang.«

Rebekka Ott rannte nach 1:26:53 Stunden über die Zeitmessmatte oberhalb des Wassers. »Ich ärgere mich ein kleines bisschen, weil ich die Matte nicht gleich gesehen habe und dachte, wenn ich durch den Zielbogen schwimme, wird die Zeit ausgelöst«, sagt sie.

So rannte ihre 16-jährige Mitstreiterin die Treppe schneller hoch und verwies Ott auf den dritten Gesamtplatz. »In der Altersklasse 24 bis 39 habe ich den zweiten Platz erreicht. Es hat einfach nur Spaß gemacht«, freute sich Rebekka Ott, die mit Thomas Mulitze im Inheidener See regelmäßig Trainingsrunden schwimmt.

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