Von Beginn an Gas geben wollen die Gießen 46ers Rackelos um Tim Köpple am Sonntag in Frankfurt. FOTO: FRIEDRICH
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Von Beginn an Gas geben wollen die Gießen 46ers Rackelos um Tim Köpple am Sonntag in Frankfurt. FOTO: FRIEDRICH

Aus Quarantäne ins Derby

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Nach der zweiwöchigen Zwangspause treten die Gießen 46ers Rackelos in der dritten Basketball-Liga am Sonntag (18 Uhr) zum Derby in Frankfurt an. Konnte das ProB-Team die gute Frühform konservieren?

Viel besser hätte die Saison des Gießener Farmteams kaum starten können. Der Verjüngung und Umformung zum Trotz, war die Rackelo-DNA in den ersten beiden Spielen voll zu spüren. Den dominanten Sieg über Dresden, der völlig überraschend kam, konnten die Fans nur am Liveticker verfolgen. Das 91:77 in Oberhaching wurde live und in Farbe in die mittelhessischen Wohnzimmer gestreamt. So konnte sich auch die Anhängerschaft von der Schlagkraft der Mannschaft überzeugen.

Als man glaubte, mit den Rackelos ein wirksames Mittel gegen den allgemeinen Corona-Blues gefunden zu haben, schlug das Virus zu. Positive Fälle zwangen das Team zur Quarantäne. "Das war nicht ganz so einfach, auch mental. Du wirst aus dem Training herausgerissen, auch körperlich. Das ist schade, weil wir vorher ganz gut drinnen waren", erklärt Scholz. Erklärtes Ziel, so der Trainer weiter, sei es nun folgerichtig, möglichst schnell wieder "reinzukommen, so gut das im Rahmen der kurzen Zeit möglich ist."

Immerhin stehen Scholz nach derzeitigem Stand alle Spieler bei diesem Unterfangen zur Verfügung. Und: Auch Gegner Frankfurt wurde durch Corona immer wieder ausgebremst. Dabei haben es die Mainstädter bislang schwer genug. Zwar gehören die Juniors zu den wenigen Teams, die bereits vier Spiele absolvieren durften. Diese gingen aber durch die Bank weg alle hoch verloren. Wie in den Vorjahren besteht der Kader ausschließlich aus ambitionierten Nachwuchsspielern, die durch BBL-Doppellizenzler wie Bruno Vrcic teils ergänzt werden. Kann das Team aber nicht aus dem Vollen schöpfen, waren die Ergebnisse bislang besonders ernüchternd.

"Es ist schwer, sich auf sie vorzubereiten", weiß Scholz aus jahrelangen Duellen gegen Frankfurt mit den Rackelos und zuvor Lich. Das patentierte Frankfurter Konzept ist nicht neu, aber immer wieder gefährlich. "Sie haben viel Talent", warnt der Coach, wobei der Blick primär auf dem eigenen Neustart nach der Pause liegt.

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