Landesliga Männer

Punktgewinn greifbar nahe

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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(ra). Von wegen Punktelieferant. Aufsteiger HSG Hungen/Lich hat sich gleich zum Saisonstart in der Handball-Landesliga der Männer achtbar aus der Affäre gezogen. Beim 26:29 (10:13) bei der HSG Goldstein/Schwanheim war ein erster Punktgewinn greifbar nahe.

"Wir haben zwölf Großchancen liegen gelassen", haderte Trainer Carsten Schäfer am Samstagabend mit der Abschlussschwäche des Landesliga-unerfahrenen Neulings, "darunter waren sogar noch vier vergebene Siebenmeter."

Über das 6:5 (19., Johannes Kreß), 9:10 (27., Anton Hahn) und dem 22:24 (Paul Donicke) nach einem 3:0-Lauf in der 50. Minute war die HSG Hungen/Lich über weite Strecken der Partie dicht dran an den Gastgebern, musste sich bei der Drei-Tore-Niederlage am Ende aber selbst an diese Nase fassen. Im Angriff hatte man Gastgeber-Torhüter Christoph Stade förmlich berühmt geworfen. Als Anton Hahn in der 54. Minute und Maximilian Böhm in der 59. Minute die Strafwürfe drei und vier nicht verwerteten, war es um den mutig-kampfstarken Aufsteiger geschehen.

Bester Werfer der HSG Hungen/Lich war Anton Frederic Hahn mit fünf Treffern, davon drei Siebenmeter. Bei Gastgeber Goldstein/Schwanheim trafen Stipe Vrdoljak und Jonas Strock jeweils sechs Mal.

Die Partie unter Corona-Bedingungen, eine der wenigen, die in Ober- und Landesliga am Wochenende zum Saisonauftakt überhaupt ausgetragen wurde, war nichts für Handball-Enthusiasten. "Das war schon gewöhnungsbedürftig", äußerte sich Schäfer "und nicht der Sport, wie wir ihn uns vorstellen." Das komplette Gästeteam war nur zu zweit jeweils in einem Pkw angereist, duschte nur in Kleingruppen - und es waren keine Anhänger mit. "Da werden wir am Dienstag im Verein entscheiden müssen, ob wir in der Saison weiter so verfahren möchten. So macht der Sport kaum Spaß."

Goldstein/Schwanheim: Christoph Stade; Bastian Stade (3), Nikola Vrdoljak (3), Stipe Vrdoljak (6), Storck (6/2), Kleiber (3), Winter, Schroth (1), Wypchio (1), Jankovic (3), Berger, Schwer (3).

Hungen/Lich: Brücher, Krieg; Anhäuser, Böhm (2), Schmied (4), Macht (2), Diehl (1), Dönicke (3), Koppermann, Stania (2), Wenzel (2), Hahn (5/3), Kreß (3), Menges (2).

Stenogramm / Schiedsrichter: Wilde/Zeiler. - Zeitstrafen: 2:2 Minuten.

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