Ein Punkt als Bestätigung

Als der finale Freiwurf von Mario Weber, der bei abgelaufener Uhr direkt auszuführen war, in den Fangarmen der engmaschigen Eisenacher Abwehr landete, ärgerten sich die Handballer des Süd-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg zwar kurzzeitig, spätestens auf der Heimreise machte sich im Bus über das erreichte 30:30 (14:12) in der berühmt-berüchtigen Sporthalle in der Katzenaue aber Zufriedenheit bei Spielern und Trainer breit.

(ra) Als der finale Freiwurf von Mario Weber, der bei abgelaufener Uhr direkt auszuführen war, in den Fangarmen der engmaschigen Eisenacher Abwehr landete, ärgerten sich die Handballer des Süd-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg zwar kurzzeitig, spätestens auf der Heimreise machte sich im Bus über das erreichte 30:30 (14:12) in der berühmt-berüchtigen Sporthalle in der Katzenaue aber Zufriedenheit bei Spielern und Trainer breit.

"Wir haben einen Punkt gewonnen", konstatierte Trainer Jan Gorr denn auch klar und deutlich, "und damit unseren guten Saisonstart bestätigt." Das Treffer-Dutzend, welches der TVH von den Außenpositionen durch Wöhler, Hoffmann und Schiffner kassierte, tat zwar weh, dafür aber hatten die Mittelhessen mit ihrer jugoslawischen Deckung sowohl den wurfstarken Eisenacher Rückraum mit Prokopec und Sklenak als auch den Kreis gut im Griff. Den durchaus möglichen Sieg in der Fremde vor 1350 euphorischen ThSV-Anhängern verspielten die Hüttenberger Mitte der zweiten Halbzeit, indem sie ihre vom 9:10-Rückstand (23.) großartig herausgespielte 19:14-Führung (Scholz, 35.) aus der Hand gaben. Als der starke Andreas Scholz und Stratege Florian Laudt in der 37./38. Minute nahezu zeitgleich für zwei Minuten vom Parkett mussten, witterten die Thüringer Morgenluft und erzielten drei Treffer in Serie zum 18:19-Anschluss (Bittlerich/39.

). Davon ließen sich die Mario Weber und Co. über Gebühr beeindrucken und benötigen einige Zeit, um - obwohl längst komplett - wieder in die Spur zu finden.

Die Endphase war hitzig und nichts für schwache Nerven, in der der TVH über das 26:25 (53.) und 30:29 (59.) mit Einsatz und Leidenschaft den nach vorn gepeitschten Gastgebern nie den Führungstreffer gestattete. Der Treffer zum 30:30-Endstand durch einen Siebenmeter von Pavel Prokopec war zudem äußerst glücklich, da Hüttenbergs Torsteher Matthias Ritschel den freien Wurf eines Eisenachers bereits glänzend pariert hatte und erst der Abpraller zur siebenmeterreifen Aktion gegen Sklenak führte. Die letzten 15 Sekunden gehörten bis zum direkten Freiwurf noch einmal den Mittelhessen, ohne erfolgreichen Abschluss allerdings.

"Eine tolle Partie für das Publikum mit einem letztlich gerechten Ausgang", waren sich die beiden Trainer Maik Handschke (Eisenach) und Jan Gorr (Hüttenberg) in der Bewertung einig.

Eisenach: Musil, Gorobtschuk; Hoffmann (5), Trauvetter (3/1), Sklenak (4), Wöhler (5), Luther, Bitterlich (1), Schiffner (2), Lindner, Heinemann, Prokopec (6/5), Szep-Kis (4).

Hüttenberg: Ritschel, Redwitz; Weber (3/2), Andreas Lex, Faulenbach, Laudt (5), Stelzenbach (3), Jezewski (5), Rigterink (3), Stefan Lex (2/1), Scholz (6), Langenbach (1), Stock (2).

Stenogramm / Schiedsrichter: Kern/Kuschel (Bellheim/Hagenbach). - Zuschauer: 1350. - Zeitstrafen: Trautvetter, Szep-Kis, Wöhler (alle Eisenach); Stock, Scholz, Laudt (alle Hüttenberg). - Siebenmeter: 6/6:3/6. - Torfilm: 4:4 (9.), 10:10 (24.), 12:14 (Halbzeit), 14:19 (36.), 20:21 (42.), 23:23 (47.), 27:27 (55.), 30:30 (Endstand).

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