+
Es wird heiß in der Osthalle. Die Summer League lockt Nachwuchstalente und Profispieler. Mitmachen kann jeder ab Oberliganiveau. Am Freitag kommt es zum Finale. Der Eintritt ist frei.

Summer League

Profis und Jugend im Mix

  • schließen

Acht Teams mit Spielern aus der Region, darunter die 46ers-Akteure Brandon Thomas und Alen Pjanic, standen sich im Laufe des Junis gegenüber. Am Freitag steigt das Finale der Summer League.

Nicht nur meteorologisch steht Gießen eine heiße Woche bevor. Wenn die Summer League auf ihr Finale zusteuert, sind auch in puncto Basketball hitzige Duelle geboten. Seit dem 3. Juni kämpfen dort Teams mit illustren Namen wie "FC Cevapcici" oder "Team Teddy" gegeneinander. Am Freitag ab 20 Uhr kommt es in der Sporthalle Ost schließlich zum Showdown. Wer es ins Finale schafft, entscheidet sich am Mittwoch (18 Uhr). Initiator Johannes Lischka freut sich auf den Abschluss eines gelungenen Turniers, das auch dabei hilft, die basketballlose Sommerzeit zu überbrücken.

Herr Lischka, 2018 pausierte die Summer League, nachdem sie 2015 aus der Taufe gehoben worden war. Wie kamen Sie auf die Idee, die Planung des Sommerturniers selbst in die Hand zu nehmen?

Johannes Lischka:Letztes Jahr hat sich einfach keiner darum gekümmert, früher habe ich bereits oft selbst als Spieler daran teilgenommen. Jetzt bin ich seit einem halben Jahr Jugendkoordinator bei den Gießen 46ers. Mein Gedanke war, dass wir die Summer League auch dafür nutzen könnten, unseren Jugendspielern aus der U18 und NBBL im Sommer mehr Spielpraxis zu verschaffen. Die Teams sind so zusammengesetzt, dass sie mit Profis oder gestandenen Spielern aus der Region zusammen auf dem Parkett stehen. Elijah Allen, der parallel selbst ein Turnier plante, kam mit seiner Initiative "Progress your Game" mit ins Boot. Davon profitieren alle. Das Turnier ist gut organisiert, auch dank unserer Partner, die uns unterstützen.

Wie würden Sie Ziel, Sinn und Zweck des Turniers beschreiben?

Lischka:Es handelt sich um ein offenes Turnier, jeder aus der Region mit Mindestniveau Oberliga kann sich anmelden. So sind Mannschaften aus Krofdorf, Lich, von den Pointers und dem MTV 1846 Gießen dabei. Unsere jungen Spieler können auch im Sommer organisiert, das heißt mit Schiedsrichtern und im gewohnten fünf gegen fünf, Basketball spielen. Zudem stehen meist Spieler zusammen auf dem Parkett, die auch während der regulären Saison Teil desselben Teams sind und so ein bisschen im Rhythmus bleiben.

Steht dabei der Spaß im Vordergrund, oder überwiegen eher Ehrgeiz und sportliche Leistung?

Lischka:Es ist schwierig einzuschätzen, was mehr wiegt. Ein Wettkampfgedanke ist ganz klar dabei, in der Summer League geht’s richtig zur Sache. Der Spaßfaktor ist aber auch wichtig. Es ist keiner megaverbissen oder am Boden zerstört, wenn er verliert. Trotzdem wird ordentlich geackert. Alle wollen gewinnen, und so soll es auch sein.

Wie nehmen die Fans die Summer League auf? Wie fällt die Zuschauerresonanz bislang aus?

Lischka:Wir freuen uns über jeden, der zum Zuschauen kommt, grundsätzlich ist die Menge der Fans aber kein entscheidender Faktor. Der Eintritt ist frei, und jeder ist willkommen. Bei den Freitagsspielen hatten wir ungefähr 50 bis 100 Zuschauer.

Warum sollten die Leute am kommenden Freitag zum Final Four in die Osthalle kommen?

Lischka:Das Final Four beginnt um 18 Uhr mit dem Spiel um Platz drei, zuvor findet bereits das letzte Platzierungsspiel statt. Um 20 Uhr beginnt dann das Finale, an dem mit Alen Pjanic und Benedict Turudic (Mitteldeutscher BC, Anm. d. Red.) auch Bundesligaspieler aus der Region teilnehmen könnten. Auch Brandon Thomas von den 46ers ist dabei. Es wird bestimmt ein Erlebnis, immerhin geht es auch um einige kleinere Preise. Zudem ist die Sommerpause im Basketball sehr lang. Wir haben daher auch den Anspruch, da in die Bresche zu springen.

Sie sprechen es an, dass mit Brandon Thomas auch ein US-amerikanischer Profi der Gießen 46ers am Turnier teilnimmt. Wie kam es dazu?

Lischka:Brandons Kinder gehen hier zur Schule, weshalb er bis Ende Juni in der Stadt ist. Als ich ihm von der Summer League erzählt habe, wollte er sofort dabei sein. Er spielt in einem Team, das ansonsten aus unseren jungen und jüngsten Nachwuchsspielern von der Akademie besteht. Er hat großen Spaß dabei und bringt sich auch ansonsten toll ein. Auch beim U10-Turnier Mitte Juni hat er uns geholfen. Ich kann ihm für seinen Einsatz nur danken, er ist ein super Typ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare