Marco Morsch und sein Post-SV Gießen II gelten als der Titelanwärter. FOTO: FRIEDRICH
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Marco Morsch und sein Post-SV Gießen II gelten als der Titelanwärter. FOTO: FRIEDRICH

Post-SV Gießen II steht hoch im Kurs

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Mit nicht weniger als 15 Mannschaften geht die Tischtennis-Bezirksliga in die neue Saison, die am Montag mit zwei Spielen eröffnet wird. Ein Mammutprogramm wartet auf die Spieler dieser Klasse, die am Ende der Runde nicht weniger als fünf Mannschaften nach unten verlassen müssen. Der Meister steigt in die Bezirksoberliga auf. Der Vizemeister bestreitet die Relegation "nach oben", die vor den Abstiegsplätzen liegende Mannschaft die Relegation "nach unten". Mit dem FSV Lumda, dem TSV Utphe und dem TTC Rödgen nimmt die Klasse drei Aufsteiger aus den Bezirksklassen 1 und 2 auf. Zudem kann die dritte Mannschaft der TSF Heuchelheim in der Bezirksliga um Punkte spielen. Dieses Team hat sich das Startrecht durch den Gewinn der U18-Hessenmeisterschaft erworben.

Topfavorit ist die zweite Mannschaft des Post-SV Gießen, die in der letzten Saison noch unter Spfr. Oppenrod firmierte (die AZ berichtete). Spieler aus Oppenrod, aber auch mehrere "gestandene Postler" bilden das Gerippe dieser Mannschaft, die personelle Engpässe sicherlich problemlos auffangen kann. Davon ist Bezirksoberliga-Absteiger TTG Mücke ein gutes Stück entfernt So stehen Dr. Jonas Benzler und Rene Nicklas nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Dafür hat sich Jonas Stiehler vom U18-Hessenmeister TSF Heuchelheim der TTG angeschlossen. Vom FC Rüddingshausen sind Maximilian Preis und sein Vater Günter nach Mücke zurückgekehrt. "Einen Platz unter den ersten drei", wünscht sich Mannschaftsführer Markus Schwebel, der allerdings auch weiß, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann, wenn es personell passt. "Wir wollen oben mitspielen", äußert sich Post-SV-Kapitän Sebastian Steinbrecher zurückhaltend zu den Ambitionen seiner Mannschaft, die sich erst einmal "gut zusammenfinden" müsse. In der TTG Büßfeld und dem VfB Ruppertsburg sieht er zwei Teams, denen einiges zugetraut werden muss.

Viel Lob für den VfB Ruppertsburg

Einer hohen Wertschätzung erfreut sich der VfB Ruppertsburg, dem sich Jan Schmidt vom SSV Lardenbach/Klein-Eichen angeschlossen hat. Julian Vogeltanz gibt sich aber zurückhaltend: "Wir möchten gern unter die ersten fünf Mannschaften kommen", erklärt der VfB-Mannschaftsführer "und hoffen, dass alle gesund und verletzungsfrei bleiben." Auch Julian Vogeltanz schließt sich der Mehrheitsmeinung an: "Top-Favorit ist für mich der Post-SV Gießen II." Hoch im Kurs steht auch die TTG Büßfeld. Mannschaftsführer ist Paul Wendland, der in der Vorsaison wie Stefan Wagner noch der "Zweiten" angehört hat, nun aber in die "Erste" aufgestiegen ist. "Unser Ziel ist es, oben mitzuspielen", sagt der Kapitän. Wendland spielt übrigens noch Fußball beim A-Ligisten SG Appenrod/Maulbach.

Eine schwere Saison sagt Stefan Büttel vom Aufsteiger TSV Utphe seiner Mannschaft voraus. Grund: Die in quantitativer Hinsicht ohnehin nicht sonderlich üppig bestückte Mannschaft muss den verletzungsbedingten Ausfall von Steve Georg auffangen. "Wir werden spielen, keine Frage", erklärt der Utpher Kapitän. Auch Marcel Mattern ist pessimistisch. "Wir werden in der nächsten Saison mit Personalproblemen kämpfen und haben sogar versucht, in die Bezirksklasse zurückzuziehen, waren aber zu spät", berichtet der Kapitän der SG Climbach.

Aufsteiger Lumda will Ligaerhalt

Gleich mit zwei Mannschaften sind die TSF Heuchelheim vertreten. Alexander Weiß, Verantwortlicher für die Teams, erwartet, dass die "Zweite" einen Platz im oberen Drittel belegt. "Klassenerhalt" lautet das Ziel der "Dritten. Dabei dürfte der eine oder andere Spieler für beide Mannschaften an die Platte gehen.

Für Daniel Frickel rückt bei Rot-Weiß Odenhausen/Lda. Harald Römer in den Kader der ersten Mannschaft. Wie Mannschaftsführer Sebastian Haupt mitteilt, streben die Rabenauer den Klassenerhalt an. Auf jeden Fall freut sich Haupt darüber, dass "es wieder losgeht", und äußert die Hoffnung, dass "durchgespielt werden kann". Den gleichen Wunsch äußert Patrick Linker, Kapitän des Aufsteigers FSV Lumda. Als Ziel seiner Mannschaft nennt er den Klassenerhalt. Er selbst, aber auch Steffen Kühnel haben schon in der höheren Liga Erfahrung sammeln können. Gleiches gilt für Dennis Scholl (zuletzt TTG Schadenbach), mit dem sich die Lumdaer in den Augen ihres Kapitäns noch sehr gut verstärkt haben. Nicht unerwähnt lassen möchte Patrick Linker, dass der FSV von Klaus Baucik trainiert wird, ehrenamtlich, versteht sich. Mit der Empfehlung eines 8:8 im Testspiel gegen den Bezirksoberligisten VfL Lauterbach startet der FSV mit dem Heimspiel am Montag gegen Büßfeld in die neue Saison.

SSV erwartet harte Saison

"Es wird schwer für uns", vermutet Frank Hollederer, Kapitän des SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Nach dem Abgang von Spitzenspieler Jan Schmidt werde sein Team gegen den Abstieg kämpfen. Zurückhaltung auch beim TSV Allendorf/Lda., dessen Ziel nach Mitteilung von Timon Schwarz "Klassenerhalt" lautet. So hätten sich, so der Mannschaftsführer, im Verein wegen Corona insgesamt 14 Akteure vom Spielbetrieb zurückgezogen. Der TSV musste daher zwei von sechs Herrenmannschaften abmelden.

"Topfavorit ist Mücke, darüber hinaus sollten Büßfeld, Vockenrod, Post-SV Gießen II und Ruppertsburg oben mitspielen", sagt Christian Langer von Aufsteiger TTC Rödgen. "Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, was aufgrund des vermehrten Abstieges sehr schwer wird. Für die Hälfte der Mannschaft ist es die erste Bezirksliga-Saison, was das Ganze anspruchsvoll, aber auch spannend macht. Wir werden versuchen, die Rolle des Underdog bestmöglich zu füllen und hoffen, die eine oder andere Überraschung landen zu können." In Rafael Mathias Romero Gutierrez (vom TV Großen-Linden) meldet der TTC einen Zugang, hat aber im Gegenzug Martin Cebulla verloren, der den umgekehrten Weg gegangen ist.

Optimistisch in die neue Runde geht der TTC Vockenrod. "Wir versuchen, unter die ersten fünf zu kommen", erklärt Mannschaftführer Benedikt Fey. Mit Sebastian Zinn (zuletzt Ottrau/Berfa) hat sich die Mannschaft aus Antrifttal verstärkt. Der TTC-Kapitän sieht im Post-SV Gießen II und in der TTG Mücke die Aufstiegsanwärter. "Keine Erwartungen" an die neue Saison hat Klaus Gläser von der TTG Kirtorf/Ermenrod, der befürchtet, dass wegen Corona die Saison nicht durchgespielt werden könne. Falls doch, dann sieht er im Post-SV II den Topfavoriten, für die TTG gehe es um den Klassenerhalt.

Die ersten Spiele: Lumda - Büßfeld, Heuchelheim II - Heuchelheim III (beide Mo., 20 Uhr), Vockenrod - Heuchelheim II (Di., 20 Uhr), Kirtorf/Ermenrod - Lardenbach/Klein-Eichen (Mi., 20 Uhr), Rödgen - Allendorf/Lda. II (20 Uhr), Utphe - Climbach (20.15 Uhr/beide Do.). HAROLD SEKATSCH

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