Pompalla führt Lich zum Derbysieg

  • VonSebastian Kilsbach
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»Es war ein typisches Derby, in dem der Tabellenplatz keine Rolle spielt«, freut sich Lich-Trainer Viktor Klassen über den hart erkämpften 69:54-Auswärtssieg seiner Jungs. Lich hat damit weiterhin Chancen auf die Meisterschaft. Auch der TSV Krofdorf-Gleiberg hat den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Regionalliga noch in eigener Hand.

»Es war ein typisches Derby, in dem der Tabellenplatz keine Rolle spielt«, freut sich Lich-Trainer Viktor Klassen über den hart erkämpften 69:54-Auswärtssieg seiner Jungs. Lich hat damit weiterhin Chancen auf die Meisterschaft. Auch der TSV Krofdorf-Gleiberg hat den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Regionalliga noch in eigener Hand.

Als Tabellenzehnter empfingen die Krofdorfer den Zweiten der Liga, der mit über 150 Fans in die 30 Kilometer entfernte Burgenstadt gekommen war. Vor insgesamt über 300 Zuschauern verwickelten die Hausherren den Favoriten in eine umkämpfte Partie. Lange hielt der TSV eine Führung aufrecht, bevor Lich im dritten Viertel angeführt von Nils Pompalla zwei Gänge hochschaltete und die Hoffnungen der Krofdorfer auf einen Überraschungssieg zerstörte.

»Wir waren gut im Spiel, dank ordentlicher Ballbewegungen in der Offense«, blickt Coach Michael Müller auf den Start seines Teams zurück. Mit 27:14 und 29:18 hatte Krofdorf in Front gelegen. »Gemessen an unserer personellen Situation war da noch alles im grünen Bereich«, lobt der Übungsleiter. »Wir haben früh den Faden verloren. Erst im zweiten Viertel haben die Jungs begriffen, dass es ein Derby ist. Krofdorf hat aber auch alles gegeben und war hochmotiviert«, stößt sein Gegenüber Klassen ins selbe Horn. Erst fünf Minuten vor der Pause tauten die Wetterstädter auf und konnten bis zur Sirene auf 32:34 verkürzen.

Der Gastgeber steckte jedoch nicht den Kopf in den Sand und startete mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen vielversprechend in die zweite Hälfte. Nun schlug jedoch die Stunde von Pompalla. Der 33-Jährige schulterte viel Verantwortung und sorgte dafür, dass Lich in der 26. Minute erstmals die Führung übernahm (43:40). Bis zum 56:51 konnte Krofdorf die Partie in der Folgezeit offen gestalten. »Gerade kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Pompalla hat Lich aber ein bisschen den Hintern gerettet«, so Müller. Der Coach hatte vor dem Derby auf ein Spiel gehofft, das möglichst lange offen ist. Dann, so das Kalkül, könnten die Nerven bei den Bierstädtern im Fernduell um die Meisterschaft ins Flattern geraten.

Lich bekam stattdessen aber die Kurve und kontrollierte das Spiel immer besser. Das Schlussviertel sollte mit 18:8 an die Gäste gehen, während Krofdorf zwar nicht aufsteckte, im Angriff aber Struktur vermissen ließ. »Wir haben den Ball nicht mehr gut bewegt und zu viel von außen geworfen«, kritisiert Müller. »Das war dann teilweise zu kopflos, mit der Brechstange. Und die Brechstange funktioniert eben selten«, so der Übungsleiter weiter, der Lich nur noch zum verdienten Sieg gratulieren konnte.

Alle Entscheidungen in der 2. Regionalliga Südwest fallen somit am finalen Spieltag. Idstein bezwang mit Makkabi Frankfurt einen direkten Konkurrenten von Krofdorf im Abstiegskampf, weshalb Lich nur auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters gegen Langen hoffen kann, während die Wetterstädter selbst gegen Limburg zum Siegen verdammt sind. Neben Makkabi und Krofdorf blieb auch Trier II ohne Sieg, weshalb die drei punktgleichen Teams noch immer um den Klassenerhalt buhlen. Dabei hat der TSV es mit einem Sieg selbst in der Hand, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. »Ich habe in meiner Karriere selten so viele Niederlagen in einer Saison quittieren müssen. Sollten wir nun aber in Koblenz als Sieger vom Platz gehen, dann sind alle Pleiten auf einen Schlag vergessen«, sieht Müller dem Endspiel bei den Rheinland-Pfälzern entgegen.

Krofdorf: Gombert (4), Kordyaka (6), Mühlich (14), Müller (6), Rink (6), Schmidt (4), Schneider (8), Strack (6), Zimmer.

Lich: Bewersdorf, Bölke (6), Jakob, Jones (13), Jungmann, Keller (13), Kutzschmar (4), Neufeld, Ohly, Pompalla (26), Ribbecke (7), Wagner.

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