Im Oberliga-Derby zwischen dem MTV Gießen und den Pointers II haben es Halil Shala (9) und Eduard Giese (13, beide MTV) mit Jan Lohwasser (l.) und Stephan Seibert zu tun. HF
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Im Oberliga-Derby zwischen dem MTV Gießen und den Pointers II haben es Halil Shala (9) und Eduard Giese (13, beide MTV) mit Jan Lohwasser (l.) und Stephan Seibert zu tun. HF

Pointers-"Zweite" gewinnt beim MTV

(grm). Die Gießen Pointers II haben das Stadtderby beim MTV 1846 Gießen am dritten Spieltag der Basketball-Ober- liga für sich entschieden. Lich Basketball II verlor knapp in Roßdorf, während sich der TSV Krofdorf-Gleiberg in Marburg durchsetzen konnte. Nun steht für die vier Teams die erste längere Pause der Saison an. Erst am 24. Oktober geht es weiter.

MTV Gießen - Gießen Pointers II 69:91 (32:43):"Wir haben verdient verloren. Sherman hat das gut gemacht und variabel verteidigen lassen", konstatierte MTV-Coach Filip Piljanovic. Beide Mannschaften begannen nervös und kamen nur schwer in ihren Rhythmus, was sich auch in der Offensive - unter anderem vergab der MTV gleich mehrfach einfache Korbleger - widerspiegelte. Im zweiten Viertel dominierte der MTV zwar bei den Rebounds, bei den Punkten setzten sich jedoch die Pointers ab und erspielten sich eine Neun-Punkte-Führung zur Halbzeit.

Diese bauten sie im Laufe der zweiten Halbzeit stetig aus, was auch daran lag, dass sie durch eine aggressive Verteidigung viele Ballverluste des MTV provozieren konnten. Als weiterer Schlüsselfaktor für die Pointers-Truppe erwies sich die kollektiv gute Mannschaftsleistung, bei der sich alle zwölf Akteure des Kaders - darunter auch die NBBL-Spieler Lorenz Kohl (11) und Yuma Janeck (6/1) - ins Scoreboard eintragen konnten. "Wir sind als Mannschaft stark. Alle haben ihren Anteil am Sieg gehabt, sowohl offensiv als auch defensiv", lobte Pointers-Trainer Sherman Lockhart sein Team. Einen Wermutstropfen gab es für die Pointers aber doch noch: Lukas Wöll zog sich während des Spiels eine Bänderverletzung zu und konnte nicht mehr weiterspielen.

Beste Werfer beim MTV: Onur Mehmed (24/2), Giese (14), Shala (11). - Beste Werfer bei den Pointers: Henke (16), Scheld (14), Kohl (11), Schuhmacher (10).

BC Marburg - TSV Krofdorf-Gleiberg 61:83 (43:38):"Am Ende war es ein standesgemäßes Ergebnis. Zwischenzeitlich haben wir es uns allerdings selbst schwer gemacht", kommentierte Coach Michael Müller den Auswärtssieg des TSV. Nach einem ausgeglichenen Beginn sorgten die Gäste durch gute Defense und Fastbreak-Punkte für ein 11:22 am Ende des Viertels. Marburg steckte jedoch keineswegs auf, startete mit einem 12:0-Lauf (23:22/14.) und ließ auch danach nicht locker, was auch daran lag, dass Krofdorf zu passiv agierte und gerade in der Verteidigung die nötige Aggressivität vermissen ließ. Drei Minuten vor der Halbzeit führten die Gastgeber mit 35:22, ehe der TSV sich durch einen Schlussspurt wieder in Schlagdistanz bringen konnte. Erst ab der Hälfte des dritten Viertels drehte der TSV auf und lag schließlich vor dem Schlussabschnitt wieder vorne (56:62). In diesem dominierte nur noch Krofdorf, versenkte unter anderem drei Distanzwürfe in Serie und gewann schließlich verdient mit 83:61.

Beste Werfer bei Krofdorf: Rink (23), Rostek (15), Schneider (13).

SKG Roßdorf - Lich Basketball II 63:62 (35:33):"Wir hätten es auch verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen. Besonders in der Defense haben wir es geschafft, dem Tabellenzweiten wenige Optionen zu geben", konnte Lichs Trainer Thorsten Heinz der knappen Niederlage auch Positives abgewinnen. Die Licher starteten mit einem 10:1-Lauf stark in die Partie (3.), ehe Roßdorf ins Spiel fand und nach dem ersten Viertel knapp führte (19:16). Es entwickelte sich eine enge Begegnung, sodass der Rückstand der Licher zur Halbzeit nur zwei Zähler betrug. Nachdem Roßdorf bis zur 26. Minute auf 48:41 davongezogen war, drehten die Licher mit einem 8:0-Lauf erneut die Partie und konnten sich eine 57:51-Führung erspielen (53.). Wie in der ersten Halbzeit zeigte Roßdorf Moral, holte sich die Führung zurück, die am Ende - auch dank der Sicherheit der SKG an der Freiwurflinie - zum knappen Sieg reichen sollte.

Beste Werfer bei Lich: Roith (19/2), Gänger (13/3), Bewersdorf (13), Gümbel (10/2).

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