Pointers-Trainer Kostic: "Hauptsache gewonnen"

(lad) Die VfB Gießen Pointers haben am zweiten Spieltag der Basketball-Regionalliga den ersten Sieg eingefahren. Mit 82:76 (44:35) schickten die Mittelhessen die EVL Baskets Limburg wieder nach Hause, die zuletzt viermal in Serie aufgestiegen waren.

"Egal wie – Hauptsache gewonnen", schwankte Pointers-Trainer Dejan Kostic zwischen Freude über den Sieg und Unmut über die misslungene Schlussphase. "Wir haben am Anfang überragend gespielt und hatten die Kontrolle über das Spiel, dann hat unsere Körperspannung nachgelassen. Ich weiß nicht, warum. Wir hatten ein Jahr absolute Tiefe und müssen erst wieder lernen zu gewinnen."

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, und Limburg führte in der von Baustellen umgebenen Theodor-Litt-Halle nach fünf Minuten mit 13:11. Dann schien es auf einmal "klick" zu machen, denn die Pointers zeigten nun ihre alten Tugenden, die Erinnerungen an frühere Regionalligazeiten bzw. an die Pro-B-Playoffs von 2011 weckten: Aus einer sicheren Defensive heraus feinen Kombinationsbasketball spielen und erfolgreiche Fastbreaks laufen. Am Ende des ersten Viertels stand somit bereits ein 27:19 auf dem VfB-Konto. Im zweiten Viertel schloss Gießen an diese Leistung an und hielt den Vorsprung stets um die zehn Punkte, sodass die Seiten mit einem 44:35 gewechselt wurden.

Auch im dritten Viertel gelang es den durchgehend eine Zonenverteidigung spielenden Westhessen lange Zeit nicht, den Rückstand aufzuholen, was vor allem den starken Gießener Centern zu verdanken war: Das Trio Oliver Biallas, Sebastian und Felix Rotaru zeigte starke Präsenz unter den Körben und kam auf insgesamt 24 Rebounds – gemeinsam mit den gefangenen Abprallern der Teamkollegen kam der VfB auf eine starke Reboundbilanz von 38:29. Der als stark einzuschätzende Limburger 2,10-m-Litauer Mantas Bernatavicius wurde beispielsweise völlig aus dem Spiel genommen, auch seinem auf dem Flügel spielenden Landsmann Tomas Kairavicius gewährten die Pointers keinen Stich.

Limburg hatte gegen die Hausherren keine andere Chance, als das Spiel "hässlich zu machen" und Fehler zu erzwingen – und das hatte Erfolg. Die Baskets lebten von den Gießener Turnovers, und das waren am Ende satte 28. Und die Domstädter zeigten sich clever darin, Fouls zu ziehen, denn sie durften 42-mal an die Freiwurflinie. Durch ihre eigene Unfähigkeit – sie versenkten nur 25 davon – brachten sie sich aber um den Lohn ihrer Arbeit. So konnte der Aufsteiger auf 50:55 (29.) verkürzen, aber Gießens Neuzugang Elijah Allen konterte nur zehn Sekunden später mit einem Dreier.

Bis zur Schlussphase konnte Gießen trotz der frühzeitigen fünften Fouls von Sebastian Rotaru und Dominic Lockhart seine Dominanz ausspielen, was auch an der großen Rotation lag gegenüber den nur zu siebt wechselnden Gästen. So schien der Sieg beim 76:64 in der 39. Minute nur Formsache bzw. eine Frage der Höhe zu sein. Aber es wurde noch einmal unnötig spannend, da Limburg plötzlich gut von der Freiwurflinie traf und mit seiner Zeit-Stopp-Taktik tatsächlich auf 75:78 bei 23 Sekunden Restspielzeit herankam. Doch wirklich in Gefahr geriet der Erfolg nicht mehr.

VfB Gießen Pointers: Wosnitza (6/1), Lockhart (8), Biallas (7), Felix Rotaru (9), Allen (19/3), Kraushaar (4), Schleth (7/1), Göttker, Pavlovic (16/3), Sebastian Rotaru (6), Henke.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare