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Pointers-Trainer Dörr bedient

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Von: Lukas Becker

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Pointers-Trainer Daniel Dörr (r.) bei einer Auszeit gegen BBU Ulm, links oben »Co« Dejan Kostic. © Harald Friedrich

(luk). Beim Fußball gibt es öfter Spiele, bei denen eine Mannschaft noch stundenlang spielen könnte und trotzdem kein Tor schießen würde. Dieses Gefühl konnte man auch am gestrigen Abend in der Brüder-Grimm Halle in Klein-Linden bekommen, denn den Basketballern der Gießen Pointers gelang es in ihrem Heimspiel in der 1. Regionalliga Südwest gegen die Gäste aus Ulm einfach nicht, in der Endphase mal die Führung zu übernehmen und dem Spiel eine andere Wendung zu geben.

Nach einer insgesamt schwachen Leistung reichten ein paar gute Minuten im vierten Viertel nicht, um die bisher erst einmal siegreichen Gäste aus Ulm im Zaum zu halten, sodass die Mannschaft von Trainer Daniel Dörr eine 71:77 (36:44)-Niederlage quittieren musste.

»Mit 24 Ballverlusten kannst du einfach kein Spiel gewinnen«, kommentierte ein bedienter Dörr das Geschehen unmittelbar nach Spielende. In der Tat war es kein Basketballfest, das die beiden Teams vor gut 100 Zuschauern ablieferten. Bei den Gastgebern war Benjamin Lischka wieder mit von der Partie, der vor zwei Wochen einen Nasenbeinbruch erlitten hatte. »Er wollte ohne Maske spielen und hat insgesamt ein gutes Spiel gemacht«, so Dörr über Lischka, dem man sein Handicap mit insgesamt 27 Punkten in der Tat nicht anmerkte. Er sorgte für die ersten Zähler seiner Farben am Brett und ließ schnell auch einen Dreier einfliegen, sodass Gießen zunächst auf Kurs schien. Nach den ersten zehn Minuten führten jedoch die Ulmer mit 20:18.

Besser wurde das Niveau der Begegnung im zweiten Viertel nicht. Beide Kontrahenten leisteten sich etliche Fehler, die Ulmer nutzten die Geschenke der Pointers jedoch besser aus. »Wir haben eigentlich fast überhaupt nicht als Team gespielt und wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand«, beschrieb Dörr den Hauptgrund für den 36:44-Rückstand zur Pause. Im dritten Viertel kamen die Pointers gegen Ende besser in die Partie, waren bissiger in der Abwehr und kamen im Fastbreak über Karl Maruschka zum Erfolg, sodass beim 56:62 nach 30 Minuten noch alles drin war. »Die Bankspieler um Karl und David Wiegard haben uns da wieder herangebracht«, lobte Dörr seine zweite Reihe. Im Schlussabschnitt stellte Gießen die Ulmer mit einer 3-2-Zonenverteidigung vor Probleme, schaffte es aber weder beim 62:62 noch beim 64:64 oder 66:66, die Führung zu übernehmen, ehe es Ulm dann mit zwei Dreiern gelang, die Zone zu knacken. Die Pointers handelten sich letztlich noch zwei technische Fouls ein, sodass Ulm den Sieg an der Freiwurflinie unter Dach und Fach brachte.

»Ich weiß einfach nicht, woran es liegt dass wir momentan so schlecht spielen. Nach den ersten fünf Spielen haben wir irgendwie nur Schritte zurückgemacht. Die Einstellung stimmt nicht wirklich, und unser Teamplay lässt zu wünschen übrig«, fand Dörr nach der Partie deutliche Worte.

Gießen: Carl (5), Maruschka (6), Janeck (2), Wiegard (9), Rostek (2), Njie (2), Kenntemich (6), Aniol (2), Miller (10), Bergmann, Lischka (27), O’Neill.

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Pointers-Spieler David Wiegard beim Korbleger gegen BBU Ulm (Simeon Dimitrov, verdeckt), links Karl Maruschka. © Harald Friedrich

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