Pointers machen es unnötig spannend

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Eine zweistellige Führung im dritten Viertel wäre im Duell der Gießen Pointers gegen den SV Tübingen zwar fast noch gekippt. Am Ende durften sich die Mittelhessen aber über ein 91:87 in der Basketball-Regionalliga freuen.

»Bis auf die letzten fünf Minuten und das erste Viertel war es eigentlich sehr gut. Am Anfang waren wir noch etwas im Winterschlaf«, fasst Headcoach Daniel Dörr die Partie seiner Pointers zusammen. Im Verfolgerduell - in der Tabelle rangierten die Tübinger vor dem Spiel nur knapp hinter den Mittelhessen - stand es daher 19:27 aus Sicht der gastgebenden Gießener zum Ende des ersten Durchgangs. Danach jedoch spielte das Dörr-Team wie aus einem Guss. Gerade offensiv zeigte der Regionalligist eine sehr gelungene Vorstellung. Mit Paul Carl, David Wiegard, Robin Njie, Christoph Kenntemich, Chris Miller und Benjamin Lischka scorte gleich eine Reihe an Spielern zweistellig. Das Spiel kannte nur eine Richtung. Zur Halbzeit lagen die Pointers bereits mit 43:36 vorne, im dritten Viertel verwalteten sie zeitweise eine 18-Punkte-Führung. Auch defensiv mischten die Hausherren phasenweise Beton an.

Dann kam es aber - um im Bild zu bleiben - zu Verwaltungsfehlern. »Defensiv wurde es grottig, da haben wir viel zu viel zugelassen«, moniert Dörr. Zwei, drei gute Aktionen, die jeweils auf der Gegenseite unbeantwortet blieben, brachten Tübingen unnötigerweise in die Partie zurück. Das Momentum wechselte die Seite. Überragender Mann bei den Tübingenern war dabei Bakary Dibba, der 29 Punkte und 13 Rebounds erzielte. »Manchmal, wenn man hoch führt, fühlt man sich zu sicher und lässt dann unnötige Punkte zu«, erklärt Dörr, weshalb die Partie zu kippen drohte. Gießen fing sich aber noch rechtzeitig und verteidigte die Führung über die Zeit.

»Gegen andere Teams hätte es auch schlechter ausgehen können«, ist Dörr selbstkritisch. Unterm Strich war es aber der vierte Sieg der Lahnstädter in Folge, die damit auf eine äußerst erfolgreiche Hinserie zurückblicken können. Das runderneuerte und stark verjüngte Team geht auf einem starken dritten Platz in die Pause. Nach dem Zwischentief im November seien gewisse Stellschrauben gedreht worden: »Was wir vor allem verbessert haben, ist das Teamplay. Wir bewegen den Ball deutlich besser, suchen die offenen Leute«, erklärt Dörr den Aufschwung. Auch am Sonntagabend kam man so zu stabilen 18 Assists: »Wir können insgesamt wirklich zufrieden sein.«

Weiter geht es für die Gießen Pointers am 15. Januar. Über die Weihnachtsfeiertage wird nur individuell trainiert und etwas an der Athletik gearbeitet. Erst nach dem Jahreswechsel geht es dann wieder ins Teamtraining.

Gießen: Carl (18), Maruschka, Wiegard (10), Rostek (7), Njie (11), Kenntemich (11, 3 Dreier), Miller (19), Lischka (14), Aniol (1). - Tübingen: Dibba (29, 3 Dreier), Dejanovic, Thieme, Zenkel (5), Zacek (15, 4 Dreier), Schwaibold (9), Kienzle (2), Hänig (20), Palacioglu (7).

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