Pointers machen Aufstieg vorzeitig perfekt

(gae) Bei den VfB 1900 Gießen Pointers knallten am Samstagabend die Sektkorken. Die Mannschaft von Trainer Dejan Kostic sicherte sich mit dem 81:73 (39:45) beim ASC Mainz bereits zwei Spieltage vor dem Saisonende der Basketball-Regionalliga Südwest den Aufstieg in die Pro B. Nach den Liga-Statuten steigen im Südwest-Pool die ersten beiden sowie die zwei besten Drittplatzierten der vier Regionalligen auf. In der Südwest-Staffel gibt es somit drei Aufsteiger, und der VfB kann im Ranking nicht mehr von einen der drei ersten Plätze in der Tabelle verdrängt werden.

Natürlich war die Freude groß im Lager des VfB 1900, der den Sprung in die 2. Liga Pro B auf jeden Fall wahrnehmen will. Aber Dejan Kostic will noch mehr erreichen. "Ich will Meister werden", hat der 42-jährige Serbe das große Ziel vor Augen. Und sein auf Rang zwei stehendes Team kann das noch aus eigener Kraft schaffen. Dazu muss es am 8. Mai die Auswärtshürde bei der SG Heidelberg/Kirchheim nehmen und eine Woche später in eigener Halle den Showdown gegen Spitzenreiter BV Villingen-Schwenningen gewinnen.

In Mainz verlief der Auftakt am Samstagabend ein wenig holprig. Der Grund dafür war die mangelnde Chancenverwertung. "Uns hat unsere Treffsicherheit in Stich gelassen", konstatierte Kostic, der sich er aber sicher war, dass sie im Laufe der Partie zurückkehren würde. Und er behielt recht damit. Nach einem eher durchwachsenen ersten Viertel (21:18 für die Mainzer) folgte ein solides zweites (24:21), dann aber ein grandioses drittes, das die Pointers mit 21:11 für sich entschieden.

Knackpunkt war die erhöhte Intensität und die Variabilität in der Verteidigung ab der 27. Minute. Mit ihren wechselnden Abwehrverbänden, mal Ganzfeld-Presse, mal Zone, mal Mann-Mann, brachten sie den Gastgeber völlig aus dem Rhythmus. Innerhalb von 120 Sekunden legten die Gießener einen 13:0-Lauf hin und wandelten den 46:54-Rückstand in eine 59:54-Führung um. "Wir brauchen unsere Defense, um Selbstvertrauen für die Offensive zu tanken", erklärte VfB-Coach Kostic. Seine Mannschaft präsentierte sich nach dem Run als eine geschlossene Einheit, zeigte dabei guten Team-Basketball, baute den Vorsprung ein wenig aus und siegte verdient mit 81:73. Ein Sonderlob von Kostic erhielt der Pointguard Vincent Zabel, der wichtige Impulse gab. Stark war auch die Lesitung von Antreiber Till Wosnitza.

ASC Mainz: Beck (18), Brauner, Elosge (9), Heckmann (24), Ickert (13), Malo, Mildner, Moßmann (2), Schulz (7), Stepputat.

VfB 1900 Gießen Pointers: Biallas (4), Göttker, Hillgärtner, Kratz, Nützel, Pavlovic (15/3 Dreier), Felix Rotaru (9), Sebastian Rotaru (5), Steuber (4), Unger (8), Wosnitza (16), Zabel (20/4).

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