Pointers mit Kür-Vorstellung im Hessenderby

(lad) Die VfB 1900 Gießen Pointers bleiben in der Basketball-Regionalliga vor heimischem Publikum eine Macht: Zum fünften Mal in dieser Saison erzielten die Pointers in der Doppelturnhalle mehr als 100 Punkte und fegten diesmal im Hessenderby am Sonntag die BG Ober-Ramstadt mit 111:55 (43:26) weg. Mit dem zwölften Sieg im 13. Heimspiel verteidigten die Universitätsstädter zudem ihre Tabellenführung und machten die beiden letzten ärgerlichen Auswärtsniederlagen zumindest für den Moment vergessen.

In der Topbegegnung des Spieltages fügte am Vorabend der BV Villingen-Schwenningen dem TV Saarlouis eine Niederlage zu, sodass die Saarländer wieder eine Niederlage mehr auf dem Konto haben als Gießen. Schwenningen hingegen rangiert nur noch hinter dem VfB, weil das Team bei gleicher Anzahl an Siegen ein Spiel weniger bestritten hat. Konstanz gewann derweil im anderen Spitzenspiel gegen den Tabellenfünften MTV Stuttgart, sodass der Vierkampf um den Titel in die nächste Runde gehen kann.

"Wir hatten uns vorgenommen, Gas zu geben und für die nächsten - die wichtigeren - Spiele Sachen auszuprobieren. Mit viel Intensität, Willen, Leidenschaft, dominanter Verteidigung und 40 Minuten Tempo haben wir unseren Gegner auseinandergenommen", fasste Pointers-Trainer Dejan Kostic das Spiel treffend zusammen. Es war eine Glanzleistung, die die 200 Gießener Fans geboten bekamen, und die so deutlich ausfiel, dass sie kaum eines Kommentars bedarf: Schon mit dem 24:13 im ersten Viertel gab der VfB die Richtung vor, die das Spiel nehmen sollte.

In ihrem statistisch gesehen besten Abschnitt, dem zweiten Viertel, konnte der gastierende Auf- und voraussichtlich künftige Absteiger den Schaden zum 26:43 noch einigermaßen in Grenzen halten, aber danach startete die Pointers-Rakete in den Himmel. Als wäre das 74:47 nach 30 Minuten noch nicht genug der Pflichtvorstellung gewesen, setzten die Mittelhessen im Schlussviertel mit einem 37:8 noch die Kür drauf. Dabei war es Topscorer Zeljko Pavlovic (28 Punkte) vorbehalten, in der 37. Minute den "Hunderter" voll zu machen. Ein überragendes Spiel boten zudem Vincent Zabel, der bei seinen 18 Punkten durch 100 Prozent Trefferquote glänzte, und Sebastian Rotaru, der mit elf Rebounds den Grundstein für zahlreiche wichtige Angriffe legte. Aufseiten der Gäste verhinderte Jirko Stiller mit 24 Punkten ein noch größeres Debakel für die Südhessen. "Zu Hause sind wir eine Macht, aber auswärts sind unsere Gastgeber in der Favoritenrolle. Deshalb müssen wir uns dort besonders anstrengen", weiß Kostic nach den Niederlagen in Hanau und Trier, dass bei Rastatt, Mainz und Heidelberg noch drei schwierige Auswärtsspiele warten. Diese muss Gießen gewinnen, damit es am letzten Spieltag zum ersehnten Finale gegen Villingen kommen kann.

VfB Gießen Pointers: Wosnitza (3), Zabel (18), Maric (2), Göttker (2), Pavlovic (28), Nützel (6), Unger (19), Sebastian Rotaru (9), Biallas, Steuber (6), Kratz (2), Felix Rotaru (16).

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