Pohlheim will in Baunatal die "ewigen Fehler" abstellen

(mro) Wie haben die Drittliga-Handballer der HSG Pohlheim das bittere Ende am vergangenen Samstag mit der knappen Niederlage gegen den Dessau-Roßlauer HV nach einer starken Schlussphase verdaut? Der Auftritt am Samstag um 19.30 Uhr in der Rundsporthalle Baunatal beim GSV wird die Antwort darauf geben müssen.

"Klar hätten wir uns über Punkte gefreut. Aber Dessau hat Robert Lux, der in jedem Spiel für acht bis zehn Tore gut ist. Auch über Linksaußen und den Kreis haben wir zu viele Tore kassiert." fasst pohlheims Trainer Thomas Wallendorf die Niederlage zusammen.

Nun geht es für seine Truppe zum zweiten und letzten Hessenderby der Vorrunde in die VW-Stadt. Und damit zu einer Mannschaft, deren bisheriger Saisonverlauf durchaus Fragezeichen aufwirft. Konnten die Nordhessen die Vorsaison auf dem dritten Platz abschließen, nur einen Punkt hinter Vize-Meister HSC Bad Neustadt, so lassen die bisherigen Ergebnisse keine Kons-tanz erkennen. Einem Heimsieg gegen das Spitzenteam HSC Coburg und einem Unentschieden gegen Bad Neustadt stehen auch Niederlagen in Pirna oder beim Aufsteiger Auerbach entgegen, sodass man aktuell nur auf Platz zwölf rangiert (9:15 Punkten). Und dies, obwohl die eingespielte Mannschaft weiterhin nahezu unverändert aufläuft.

In Baunatal hofft man aber, mit dem letztwöchigen 28:27-Sieg in Bernburg die Wende zum Guten eingeläutet zu haben. "Vor der Runde war Baunatal ein Kandidat für die Top Fünf, die haben eine klasse Mannschaft", weiß der Pohlheimer Trainer, dass der aktuelle Tabellenstand nicht die wahre Stärke des Gegners wiedergibt. "Aber wir schauen nur auf uns. Wir müssen in der Abwehr, speziell in Überzahl, disziplinierter zur Sache gehen und genauso wie im Angriff unsere Fehler minimieren, die immer wieder durch Konter bestraft werden." Aber: "Täglich grüßt das Murmeltier", so Wallendorf, dem bewusst ist, dass sich diese Probleme wie ein roter Faden durch die Saison ziehen. Aber zumindest einen positiven Ansatzpunkt gibt es vor dem schweren Auswärtsspiel. Im Vorjahr konnte man durch eine "sensationelle Deckungsleistung" (so der damalige HSG-Trainer Horst Günter Schmandt) überraschend einen Punkt aus Baunatal entführen. Eine Wiederholung als Einstieg in die Adventszeit wäre den Fay und Co. zu wünschen. Der damals starke Nikolas Happel wird nach seiner Zahn-OP fehlen.

Der Mannschaftsbus nach Baunatal fährt am Samstag um 16 Uhr an der Sporthalle in Holzheim ab.

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