Pohlheim tritt in Bernburg an

(mro) Nach dem vierten Spieltag der noch jungen Saison in der 3. Handball-Liga Ost befinden sich die Handballer der HSG Pohlheim leider schon wieder dort, wo sie auch in der abgelaufenen Runde die meiste Zeit zu finden waren, nämlich auf einem Abstiegsplatz.

Dies nicht unerwartet, denn der Mannschaft und den Verantwortlichen war schon vor dem ersten Spiel klar, dass es auch dieses Mal wieder ein Kampf um den Klassenerhalt werden wird. Einen besseren Tabellenstand hat man allerdings am letzten Wochenende mit der Heimniederlage gegen den Bayerischen Meister und Aufsteiger SV 08 Auerbach verpasst, als man es durchaus in der Hand hatte, auch das zweite Heimspiel der Saison 2012/2013, nach dem grandiosen Auftritt gegen den ESV Lok Pirna, siegreich zu beenden. Auch Pohlheims Trainer Thomas Wallendorf trauert der verpassten Chance noch immer nach: "Gegen Auerbach haben wir zwei Punkte verschenkt. Wir haben die Fehler analysiert und das Spiel abgehakt. Seit Dienstag geht der Blick nach vorne auf das nächste Spiel."

Nun geht es am Samstag im Auswärtsspiel (16.30 Uhr, Bruno-Hinz-Sporthalle) beim SV Anhalt Bernburg gegen den aktuell punktgleichen Tabellenvordermann.

Auch Bernburg musste sich bereits Auerbach, allerdings in der Oberpfalz, geschlagen geben, wartete aber in den anderen bisherigen Spielen mit sehr starken Leistungen auf (Unentschieden in Pirna und zu Hause gegen HSC Bad Neustadt sowie eine knappe 29:30-Heimniederlage gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten HSC Coburg).

Nun soll also der erste Saisonsieg für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt her gegen die HSG Pohlheim, um das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz und damit Verbesserung zum Vorjahres-Rang zehn nicht schon früh zu gefährden. "Bernburg hat einen sehr starken Rückraum mit Kilian Kraft und dem aktuellen Top-Torschützen der Liga, Steffen Cieszynski (34/13 Tore), die auch gut mit dem Kreisläufer Tobias Rindert harmonieren", kennt Wallendorf die Stärken der Saalestädter. Hinzu kommt mit Tatsaya Ogano noch ein seit dem letzten Wochenende spielberechtigter Linkshänder mit Gardemaß (1,92 m), dem einzigen Bernburger Neuzugang aus der ersten japanischen Liga.

Doch die Deckung war am letzten Wochenende eigentlich nicht der Hauptgrund der Niederlage, wie auch der HSG-Übungsleiter weiß: "Wir müssen im Angriff unsere Wurfquote verbessern und nicht noch ein zweites Mal so viele freie Torchancen verschießen. Damit haben wir Auerbach zum Tempogegenstoß eingeladen", sind die zu verbessernden Punkte definiert. "In Bernburg beginnt ein neues Spiel, in dem wir hoffentlich die Lehren aus unseren Fehlern gezogen haben und es dann besser machen. Aber Bernburg ist natürlich Favorit", blickt Thomas Wallendorf der nächsten Aufgabe entgegen.

Beim letzten Aufeinandertreffen Ende Februar in Holzheim gab es zum Einstand von Wallendorf ein 27:27-Unentschieden. Gegen eine Wiederholung dieses Ergebnisses hätte bei den Blau-Weißen, die weiterhin auf die Langzeitverletzten Christoph Steen und Niko Bepler verzichten müssen, sicherlich keiner etwas einzuwenden.

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