Pohlheim beim Angstgegner

(mro) Nach der abgeschlossenen Vorbereitung mit dem Sieg beim eigenen Hock-Turnier am letzten Wochenende geht es am Samstag erstmals um Punkte für die Wieder-Drittliga-Handballer der HSG Pohlheim.Dies gleich mit der schweren Auswärtsaufgabe beim "Angstgegner" HSG Gensungen/Felsberg.

Nach der 26:43-Klatsche in der Vorsaison wurde auch der eigentlich erst für diese Saison geplante Trainerwechsel von Horst-Günther Schmandt auf Thomas Wallendorf vorgezogen.

Keine guten Voraussetzungen also für die neu formierte HSG Pohlheim gegen einen eingespielten Gastgeber, der sich kurzfristig auch noch mit Rückraum-Shooter Christian Grambow vom Liga-Konkurrenten TG Münden verstärkt hat, welcher in der Vorsaison insgesamt 14-mal gegen die HSG getroffen hat. Grambow soll dabei helfen, die löchrige Deckung (in der Vorsaison die schlechteste der Liga) zu stopfen, aber auch den zweitbesten Angriff des Vorjahres noch gefährlicher machen. Und dieser strahlt besonders über die Halbpositionen (Mario Schanze und Steffen Ober), aber auch Kreisläufer Michael Viehmann, eine enorme Torgefahr aus.

Thomas Wallendorf war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zum Abschluss der Vorbereitung zufrieden: "Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert.

Wenn man bedenkt, dass mit Niko Bepler und Nicolas Happel die etatmäßigen Rechtsaußen und darüber hinaus Torwart-Neuzugang Christoph Steen sowie Sebastian Fay gefehlt haben, war unser Auftritt schon ganz gut, auch wenn manchmal noch etwas Sand im Getriebe war", reflektiert der HSG-Trainer noch einmal den Turnier-Auftritt. "Aber uns ist schon klar, dass ab Samstag in der 3. Liga ein anderer Wind weht. Da wir die Vorbereitungsspiele nie komplett bestreiten konnten, müssen wir uns in Abwehr und Angriff auch noch weiter finden", beschreibt Wallendorf den aktuellen Status.

Dies unterstreicht die Startformation vom letzten Samstag, in der vier Neuzugänge zu Beginn auf dem Feld standen. Zumindest Urlauber Nicolas Happel wird zum Saisonauftakt aber wieder dabei sein und die personellen Möglichkeiten erweitern, während die drei Verletzten sicherlich noch vier Wochen brauchen werden. Es werden aber schon ein "Sahnetag" wie in der zweiten Halbzeit des Turnierspieles gegen die SG Wallau und ebenso zwei starke Torhüter der HSG Pohlheim von Nöten sein, um endlich mal gegen die HSG Gensungen/Felsberg zu punkten.

Zumal diese, nach der unbefriedigenden Vorsaison auf Platz neun, die heimische Kreissporthalle wieder zu einer Festung ausbauen wollen, da "es schwerer wird wie im letzten Jahr", so die Einschätzung von Torjäger Mario Schanze über die Liga-Zuwächse SC Magdeburg II und HC Elbflorenz aus Dresden. Von daher sollte die Wallendorf-Truppe als Außenseiter eigentlich unbeschwert nach Nordhessen reisen können. "Gensungen/Felsberg ist natürlich haushoher Favorit mit seinen zum Teil zweitligaerfahrenen Spielern gegen unsere junge, neue Mannschaft", bringt es Trainer Wallendorf abschließend auf den Punkt.

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