HSG Pohlheim beendet Negativserie

Die Stimmung nach der Partie der HSG Pohlheim gegen den TV Jahn Duderstadt am Samstagabend war ausgelassen. Nach vier knappen Niederlagen am Stück gab es endlich mal wieder keinen Grund für die HSG, Trinkflaschen durch die Sporthalle Holzheim zu werfen. Vielmehr sahen die rund 400 Zuschauer nach dem Abpfiff nur fröhliche Gesichter. Es war ein Gefühl der Befreiung, das sich nach dem 31:22 (16:12)-Sieg der HSG in der 3. Liga gegen die Niedersachsen breitmachte.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir standen vor der Partie schon ein bisschen unter Druck, haben aber überzeugend gewonnen", fasste HSG-Trainer Horst-Günter Schmandt zusammen. In der Tat waren die Pohlheimer, vor allem in den ersten knapp 20 Minuten, das klar bessere Team. Sowohl spielerisch, als auch taktisch waren die Schmandt-Schützlinge der Mannschaft von Gäste-Trainer Thomas Brandes weit überlegen. Die Folge: Bereits nach neun Minuten netzte Bastian Kleimann zum 6:2 ein.

Von den Startschwierigkeiten in den letzten Partien war am Samstag nichts zu sehen. Vielmehr konnte man das Gefühl bekommen, als spielten sich die Hausherren bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in einen Rausch. Dementsprechend hart ging auch TV-Coach Brandes mit seinem Team ins Gericht: "Wir wussten, dass Pohlheim eine sehr offensivstarke Mannschaft ist und hatten uns deswegen vorgenommen frühzeitig aggressiv zu stören. Das hat allerdings nicht geklappt. Wir standen ohne Mumm in der Abwehr und haben in fast jedem Zweikampf gekniffen. Und wenn man sich dann im Spiel nach vorne noch gegenseitig die Schuhe zubindet, kann man hier in Pohlheim nicht gewinnen", kritisierte der Übungsleiter und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Nach 18 Minuten erhöhte Benni Billek auf 11:5. Doch was früh nach einer leichten Aufgabe aussah, entwickelte sich in der Folge zu einem zähen Unterfangen. Nicht, weil die Gäste plötzlich zu ihrem Spiel gefunden hätten, nein, sondern weil die HSG ein wenig ihre klare Linie verlor und statt den einfachen Ball zu spielen viel zu oft den komplizierten Weg wählte. Christian Brand verkürzte kurz vor der Pause so auf 11:15 für Duderstadt und hielt seine Farben damit weiter im Spiel.

Auch nach der Pause ging es so weiter. Die Pohlheimer dominierten das Spiel und konnten sich auch kurzzeitig auf 18:12 absetzen, ehe wieder der schwierige Pass dem einfachen vorgezogen wurde. Zudem ließen die Hausherren unzählige Chancen liegen und bauten damit die Gäste wieder auf. Angeführt vom starken Brand kämpften sich die Duderstädter zurück in die Begegnung und verkürzten durch einen Doppelschlag von David Gelley auf 18:21 (44.).

Schmandt reagierte und schickte Sven Woesthoff zwischen die Pfosten, der sich umgehend mit zwei klasse Paraden einfügte. Dies schien wie ein Signal für die Gastgeber gewesen zu sein, denn plötzlich war wieder die Leichtigkeit der ersten 20 Minuten zu spüren. Über das 25:20 (David Billek/51.) enteilten die Pohlheimer auf 31:22.

Besonders erfreulich war in der Schlussphase das Comeback von Kevin Dannwolf, der sich umgehend mit drei Treffern zurückmeldete und dem man anmerkte, dass er heiß auf seinen Einsatz gewesen war.

"Wir hätten locker die 40-Tore-Marke knacken können, aber es ist mir egal, dass wir es nicht geschafft haben. Das Angriffsspiel war überzeugend und zudem haben wir nur 22 Gegentore kassiert", freute sich HSG-Coach Schmandt, der damit eines der vielen fröhlichen Gesichter des Abends war.

HSG Pohlheim: Woesthoff, Wüst; Landvogt, Weisel (4), Schäfer (5), Hofmann, Faulenbach (4), Benni Billek (6/3), David Billek (1), Kleimann (4), Fay (1), Dannwolf (3), Rigterink (3), Voss-Fels.

TV Jahn Duderstadt: Krüger, Wedemeyer; Heim (1), Brand (6), Tetzlaff (1), Naß (2), Knudsen (3), Brandes (4/4), Swoboda (3), Gelley (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Meyer/Hemmer (Kaiserslautern). - Zuschauer: 400. - Zeitstrafen: 12:16 Minuten. - Siebenmeter: 3/3:6/4.

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