Wieder im Titelrennen: Lichs Trainer Viktor Klassen stellt sein Team auf das Heimspiel gegen TS Frankfurt ein. FOTO: VOGLER
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Wieder im Titelrennen: Lichs Trainer Viktor Klassen stellt sein Team auf das Heimspiel gegen TS Frankfurt ein. FOTO: VOGLER

Plötzlich wieder spannend

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Nach der überraschenden Pleite des VfL Bensheim ist Lich Basketball im Titelrennen der 2. Regionalliga wieder voll dabei. "Das motiviert uns, noch mal ganz oben anzugreifen", sagt Coach Viktor Klassen.

Die Niederlage Bensheims gegen Langen machte es möglich. Es handelte sich um ein Nachholspiel, während der Rest der Liga eine Woche pausierte. Plötzlich stehen die Licher nur noch zwei Punkte hinter dem VfL, gegen den der direkte Vergleich verloren ging, und Limburg, gegen die selbiger gewonnen wurde. Knapp zwei Wochen nach dem 86:80-Steal bei den Bistumsstädtern ist die Ausgangslage in Deutschlands fünfhöchster Basketballklasse wieder hochgradig spannend. Zumindest der Licher Trainer hatte die Hoffnung nie ganz aufgegeben.

Erst beim Neujahrsempfang im Hardtberggarten der Licher Brauerei am letzten Freitag hatte Klassen darauf hingewiesen, dass auch die beiden anderen Teams erst mal alle ihre Spiele gewinnen müssten. "Als Verfolger können wir die kommenden Spiele jetzt einfach auf uns zukommen lassen", sagt der Coach eine knappe Woche später. Dabei sei es vielleicht von Vorteil, dass der ganz große Druck durch diese Rolle nun vom Team gefallen sei.

Ansonsten galt die freie Zeit ganz der Vorbereitung auf den nächsten Gegner TS Frankfurt, der am Samstag (19 Uhr) seine Zelte in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle aufschlagen wird.

In der Tabelle stehen die Mainstädter ganz am Ende. "Auf die leichte Schulter nehmen dürfen wir sie aber nicht", warnt Klassen eindringlich. Bensheim war vor wenigen Wochen nur hauchdünn an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Auch das Hinspiel gegen die Mittelhessen konnte TS eine Halbzeit lang ausgeglichen gestalten.

Frankfurt ist im höchsten Maße abhängig vom Gelingen eines Mannes: Philip Jenkins führt die Liga mit über 32 Zählern im Schnitt überdeutlich an. Das entspricht knapp der Hälfte der Körbe, die das Schlusslicht insgesamt erzielt. Die magere Ausbeute am Brett ist ein Schlüsselfaktor dafür, dass die Mannschaft die rote Laterne in den Händen hält. "Jenkins gilt es, halbwegs zu kontrollieren", ist sich Klassen bewusst. Verzichten muss das Licher Urgestein am Samstag auf Thomas Neufeld, der sich eine Handverletzung zugezogen hatte. Auch Spiritus Rector Nils Pompalla ist weiter zum Zusehen verdammt.

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