Playoff-Spiel eins für RSV in Hannover

  • VonAndreas Joneck
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(aj). Der RSV Lahn-Dill startet am Samstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in die Playoffs 2021, die für die Mittelhessen das Duell der beiden Thüringen-Bezwinger vorsieht. In Spiel eins er »Best of three«-Halbfinalserie gastieren die Wetzlarer um 18 Uhr bei Hannover United. Spiel Nummer zwei sowie eine eventuell notwendige,dann alles entscheidende dritte Partie finden eine Woche später in der Rittal Arena Wetzlar statt.

In das Halbfinalduell gegen die Niedersachsen, die als Tabellenvierter die RBBL-Hauptrunde abschlossen, startet die Mannschaft des Trainergespanns Janet Zeltinger und »Co« Günther Mayer von der Pole-Position. Entsprechend entschlossen wollen die Mittelhessen ihre Favoritenrolle gegen United wahrnehmen.

Nicht mehr zum Hannoveraner Kader gehört dagegen der zweite Ex-Wetzlarer im Kader der Gastgeber. Von Center Joe Bestwick trennten sich die Niedersachsen Mitte Februar überraschend. Doch wer in der Folge glaubte, dass das Team von Cheftrainer Martin Kluck ohne ihren mit Abstand gefährlichsten Offensivspieler aller Chancen beraubt sei, der unterlag einem fatalen Trugschluss. Erst Ende März überraschte das Team von der Leine mit einem 57:50-Erfolg gegen Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls.

Nun treten andere Akteure in den Vordergrund. Allen voran Nationalmannschafts-Center Matthias Güntner, der aktuell 19,0 Zähler pro Spiel beisteuert, oder aber sein Teamkollege in Verein und Auswahlmannschaft, Jan Sadler, mit 13,3 Punkten pro Begegnung. Nach Alexander Budde (8,2) rangiert der Ex-RSVer Jan Haller mit durchschnittlich 6,5 Zählern auf Position fünf bei den Niedersachsen. Doch auch sie konnten die beiden Hauptrunden-Niederlagen gegen den RSV nicht verhindern. Im Januar unterlag United mit 56:72 in der Rittal Arena Wetzlar, drei Wochen später folgte das Nachholspiel in Hannover und ein 62:82.

Doch genau darin liegt auch die Gefahr für die Mittelhessen im Duell der beiden Kontrahenten. Der Favoritenbürde kann sich der RSV nicht entziehen und muss entsprechend darauf bauen, dass die kurze Osterpause keinen Bruch in der zuvor stabilen Leistungskurve der Wetzlarer verursacht hat. Das Trainerteam kann dabei personell nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Center Mark Beissert laboriert weiterhin an einer schmerzhaften Schulterverletzung. Das Trio Thomas Böhme, Brian Bell und Steve Serio ist jedoch an Bord und möchte seine mit zusammen 115 Punkten erfolgreiche Ausbeute aus den beiden ersten Partien gerne ausbauen.

Im zweiten Playoff-Halbfinale stehen sich fast zeitgleich die Baskets 96 Rahden und die Thuringia Bulls gegenüber.

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