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Platzt der Knoten jetzt auch zu Hause?

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Von: Sebastian Kilsbach

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Drang zum Korb - den sollten die Gießen 46ers Rackelos um Sebastian Brach (mit Ball) am Samstag in der Osthalle gegen Bayern München II haben. © Harald Friedrich

(sks). Nach dem ersten Saisonsieg in der Fremde wollen die Gießen 46ers Rackelos jetzt auch zu Hause nachlegen. Am Samstag (19.30 Uhr) empfängt der Basketball-Drittligist den FC Bayern München II in der Osthalle.

Zuletzt hatte es die Mittelhessen nach Oberhaching in den Münchener Speckgürtel gezogen. Jetzt folgt der bayerische Gegenbesuch, der es in sich hat. Die Rackelos fokussieren sich gerade deshalb ausschließlich auf sich selbst: »Niemand von uns war nach dem Sieg gegen Oberhaching zufrieden. Wir wollen spielerisch überzeugen und uns jeden Tag weiterentwickeln«, sagte Coach Patrick Unger.

Basketball ist mitunter ein seltsamer Sport. In den ersten vier Begegnungen spielten die neuformierten und nochmals deutlich verjüngten Rackelos über weite Strecken an oder über ihrem Leistungsmaximum. Desto frustrierender nahm es sich aus, dass das nicht in Siege und Punkte umgemünzt werden konnte. In Haching zeigten die Gießener ein anderes Bild. In einer nervös geführten Partie mangelte es oft an Spielfluss. Beide Teams produzierten Turnover wie am Fließband. Am Ende des Tages zählte nur der Sieg.

Können die Mittelhessen zu Hause an ihre Leistungen der Vorwochen anknüpfen, ist ein Sieg gegen die Bayern-Reserve möglich? »Personell können wir uns schwierig vorbereiten«, weshalb der Gameplan unabhängig vom anrückenden Kader entwickelt würde, verrät Unger. Dafür gibt es einen plausiblen Grund.

Im breiten Kader der Münchener tummelt sich das »Who is who« des deutschen und auch europäischen Nachwuchsbasketballs. Mit 18 Jahren ist die Mannschaft im Schnitt sehr jung. Der FCB befindet sich nach dem sechsten Platz im Frühling in einer Art Übergangsjahr. In der Tabelle steht das Farmteam noch ohne Punkte auf dem letzten Rang.

In Erfurt war man nur hauchdünn am ersten Erfolg vorbeigeschrammt. Trainer Mihajlo Mitic hatte keine halben Sachen gemacht und war mit Doppellizenzspielern wie Joshua Obiesi ins Thüringische angerückt. Nur durch einen Buzzerbeater verloren die Münchener letztlich mit 76:79. Es ist daher gut möglich, dass Bayern auch am Samstag wieder personell aus dem Vollen schöpft. Obiesi hatte in Erfurt mit 22 Punkten überragt, noch keinen Einsatz sah Jason George, der nun hauptsächlich bei den Bundesliga-Bayern agiert. Mit Matej Rudan hat eine weitere Stütze des Clubs seine Zelte abgebaut, der Shooter steht nun in Belgrad unter Vertrag.

Von den regelmäßig zum Einsatz kommenden Jung-Münchenern scort bislang Ivan Kharchenkov am besten. Das ist desto bemerkenswerter, als dass der russische Guard erst 15 Jahre alt ist. Stütze unterm Korb ist Mohamed Sillah. Der Center kontrolliert mit 8.3 Rebounds die meisten Bretter und punktet ebenfalls zweistellig. Aus der Nahdistanz ist Sillah eine echte Waffe. Gießen wird sich auf ein heißes Duelll einstellen müssen. Der Verein bietet wieder einen YouTube-Stream live und on demand an.

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