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Dennis Fetzer gelingt der Sprung aufs Podium.

Platz drei für Fetzner

  • vonAlexander Wissgott
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(awp). Zum 49. Mal fand am vergangenen Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife der Langstreckenklassiker statt. Es ist das größte Autorennen der Welt und zieht nicht nur Massen von Interessierten an die Rennstrecke in der Eifel. Auch bei den Aktiven und Automobilherstellern steht der Langstreckenklassiker in der Eifel mittlerweile hoch im Kurs.

Ein Sieg in der grünen Hölle beim Rennen zweimal rund um die Uhr ist das Aushängeschild schlecht hin. Nach langer Corona-Pause durften glücklicherweise wieder einige Zuschauer Tickets für ausgewählte Tribünen am Grand-Prix-Kurs buchen.

Der Busecker Dennis Fetzer hatte seinen zweiten Einsatz beim 24-Stunden-Rennen als sein Saisonhighlight definiert. Mit großen Erwartungen und dem Anspruch, den Sieg in der Klasse SP10 einzufahren, war er mit seinem Team von Allied-Racing angereist.

Am Freitag zeigte das Eifelwetter bereits das erste Mal, dass es beim Rennausgang ein Wörtchen mitreden wollte. Regenschauer und wechselnde Streckenverhältnisse verlangten den Piloten schon vor dem Rennen alles ab. Dies wurde auch Fetzers Teamkollege zum Verhängnis, der im Platzregen von der Strecke abkam und das Auto stark beschädigte. So hatten auch gleich zu Beginn die Mechaniker des Teams einiges zu tun, um den Porsche Cayman GT 4 rennfertig zu machen. Von Platz 36 startete dann am Samstag das Quartett mit Dennis Fetzer, Nicolaj Moller-Madsen, Joel Sturm und Luca Sandro Trefz ins Rennen. Heftige Regenfälle machten die ohnehin schwierige Anfangsphase mit 121 Autos auf der Strecke zum Pokerspiel. Nach dem Regen zog starker Nebel auf und zwang die Rennleitung gegen 21.30 Uhr das Rennen zu stoppen. Auf Platz vier liegend, ging es zurück in die Box. Bis dahin blieb für den Busecker nur die Rolle des Zuschauers.

Über 14 Stunden konnte aufgrund der Witterung nicht gefahren werden, erst um 11.40 Uhr am Sonntag schickte Rennleiter Walter Hornung die Teams wieder auf die Strecke. Jetzt kam auch Fetzer zum Einsatz und stellte mit schnellen Runden erneut seine Klasse unter Beweis. Das Team kämpfte sich bis auf den zweiten Platz vor, verlor diesen aber in der letzten Runde noch und überquerte mit nur 0,27 Sekunden Rückstand die Ziellinie. Damit belegten sie Rang drei in der Klasse und Gesamtplatz 28.

Auch wenn man hinter den Erwartungen zurückblieb, zeigte sich Fetzer zufrieden: »Zunächst einmal ist es hoch anzurechnen, dass wir bei diesen schwierigen Bedingungen ohne Unfall ins Ziel gekommen sind. Die hohe Zahl an Aus- und Unfällen zeigt deutlich, dass die Umstände eine extreme Herausforderung waren. Natürlich ist es schade, dass wir den zweiten Rang so knapp verpasst haben, aber für mich war der zweite Start bei diesem wichtigen Event wieder eine tolle Erfahrung. Ich wäre nur gerne noch mehr Runden gefahren.«

Klassensieg für Klemund

Mit Simon Klemund aus Hungen war ein weiterer heimischer Pilot am Start auf dem 25,4 Kilometer langen Asphaltband in der Eifel. Für ihn endete das turbulente Rennen mit einem Klassensieg in der BMW-M2-Kategorie. Von insgesamt 99 gewerteten Fahrzeugen bedeutete das den 76. Gesamtrang. Den Gesamtsieg holte der Porsche 911 GT3 von Manthey-Racing.

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