An den Plan gehalten

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(pie). Mit 23:15 (12:7) fegte die U 19 der HSG Wetzlar in der Jugendhandball-Bundesliga die HSG Hanau aus deren Halle und schob sich mit 5:3 Punkten auf den vierten Platz in der Staffel West vor. Wetzlars Trainer Thomas Weber hatte bereits im Vorfeld betont, dass man gar nicht so viel nach dem Gegner schauen, sondern sich mehr auf die eigenen Befindlichkeiten konzentrieren wolle, was seine Mannschaft vortrefflich umgesetzt hat.

"Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht, weniger Fehler produziert und eine noch konsequentere Abwehr auf die Platte gestellt." Garniert wurde das Ganze mit sehr guten Torhüterleistungen von Christoph Weizäcker und Lorenz Rinn, der drei Siebenmeter halten konnte. Wetzlar zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, mit einer tadellosen Einstellung, Charakter und Leidenschaft. "Die Jungs haben langsam verstanden, dass es Früchte trägt, sich an Pläne, die man sich erarbeitet, zu halten", lobte Weber.

Es war auch ein in der Höhe verdienter Sieg, obwohl Weber auch etwas enttäuscht vom Gegner war, den er auf dem Papier stärker eingeschätzt hatte. Gut möglich, dass die Hanauer stärker sind, aber dieser Tag war mit Sicherheit ein gebrauchter für die Gastgeber, die ein bisschen unter Druck standen, da der Start mit 0:4 Punkten in die Hose ging. "Da kommt einiges zusammen. Und wenn du dann eine gute Leistung ablieferst, gewinnst du auch in der Höhe", so Weber.

Nach ausgeglichener Anfangsphase, in der Hanau bis zum 6:7 mithalten konnte, zog Wetzlar bis zur Pause auf 12:7 (Ole Klimpke, 28.) davon. Garant dafür war eine starke Abwehrleistung mit Weizsäcker im Kasten. Hieraus generierte Wetzlar etliche Ballgewinne und es gelangen viele einfache Tore per Gegenstoß. Im Angriff agierten die Gäste sehr diszipliniert und hatten sich die Fünf-Tore-Führung beim Gang in die Kabine redlich verdient.

Im zweiten Durchgang versuchte Hanaus Coach Hannes Geist mit einer 4+2-Deckung neue Impulse zu setzen, doch auch diese Aufgabe lösten die Grün-Weißen souverän. "In dieser Phase hat unser B-Jugendlicher Florian Datz eine gute Rolle gespielt", lobte Weber, der kaum einmal einen Spieler hervorhob. So kann man nach dem 23:15-Erfolg beruhigter in die kurze Spielpause gehen. "Dann kommt Melsungen, das ist ein anderes Kaliber, vergleichbar mit Dormagen", sagte Weber, froh über die 5:3. "Das ist positiv und im Moment sieht es so aus, als ob wir eine Chance hätten, doch noch den fünften Tabellenplatz zu erreichen, der zumindest einmal für die direkte Bundesliga-Qualifikation nächstes Jahr reicht."

HSG Hanau: Naß, Gutknecht; Schierling (1), Schneider (5/1), Lucas Faust, Steiner (1), Marlon Faust (1), Horn (4/3), Schramm, Ruess, Schiefer, Reeg (3), Bachmann.

HSG Wetzlar: Weizsäcker, Rinn; Klotz (3), Datz, Gast, Kleemann (2), Klimpke (2), Steinmüller (7), Grassl (2), Frenko (1), Geffert (2/1), Müller (4).

Im Stenogramm / SR: Blauza/Hümpel. - Z: 120. - Zeitstrafen: 2:8 Min. - Siebenmeter: 6/4:1/1.

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