Peacock: "Ich bin nie komplett zufrieden"

(dlu) Das Licht in der Sporthalle Ost ist nur noch ganz leicht gedimmt. Alle Spieler sind bereits zum Umziehen in der Kabine verschwunden. Fast alle. Ein Mann steht noch minutenlang im Halbdunkel von Gießens "Gudd Stubb" und macht seine Übungen: Es ist Zachery Peacock, Powerforward bei den LTi Gießen 46ers und amtierender Topscorer der Basketball-Bundesliga. Man merkt, dass der 23-jährige Mann hart für seinen Erfolg arbeitet. Ehrgeizig ist er wie kein Zweiter, der US-Amerikaner. Beim Auslaufen ist er der Einzige, der die Runden ums Feld nicht über die Spielfeldecke abkürzt, sondern außen herum um die Linie läuft.

(dlu) Das Licht in der Sporthalle Ost ist nur noch ganz leicht gedimmt. Alle Spieler sind bereits zum Umziehen in der Kabine verschwunden. Fast alle. Ein Mann steht noch minutenlang im Halbdunkel von Gießens "Gudd Stubb" und macht seine Übungen: Es ist Zachery Peacock, Powerforward bei den LTi Gießen 46ers und amtierender Topscorer der Basketball-Bundesliga. Man merkt, dass der 23-jährige Mann hart für seinen Erfolg arbeitet. Ehrgeizig ist er wie kein Zweiter, der US-Amerikaner. Beim Auslaufen ist er der Einzige, der die Runden ums Feld nicht über die Spielfeldecke abkürzt, sondern außen herum um die Linie läuft.

Etwas mehr als 18 Punkte im Schnitt hat Peacock bis jetzt pro Spiel erzielt und ist damit einer der besten Spieler, die seit Langem das Gießener Trikot getragen haben. Trotzdem weiß er, dass Basketball ein Mannschaftssport ist: "Ich muss mich da bei meinem Team bedanken. Die wollen mich finden und bringen mich in gute Positionen, um zu punkten."

Indes gibt sich der 107 Kilogramm schwere Athlet trotz seiner überragenden Leistungen in den bisherigen Spielen bescheiden. "Die Saison hat gerade erst angefangen", weiß er. Ob es ihm schwerfalle, sich angesichts seines hohen Levels jeden Tag neu zu motivieren? "Ich bin nie komplett zufrieden", verrät er schmunzelnd das Geheimnis für seine Bissigkeit beim Kampf um den Ball und seine Bereitschaft, hart zu arbeiten, "zumindest nicht, bis die Saison vorüber ist". Der 2,03-Meter-Mann will mithelfen, dass die 46ers an alte Erfolge anknüpfen können, und das Team bis in die Playoffs bringen. Dabei ist es ihm egal, ob die Spiele eng und spannend sind oder deutlich dominiert werden. "Hauptsache, wir spielen gut und gewinnen."

Die Anhänger wird es freuen, und damit auch wieder Peacock. "Die Fans hier sind die besten, die ich in Europa erlebt habe. Es macht Spaß, vor ihnen zu spielen", kann er das anstehende Spitzenspiel am Sonntag um 17 Uhr in der Osthalle gegen Bamberg kaum erwarten.

Auch um die besondere Bedeutung des bald anstehenden Hessenderbys im benachbarten Frankfurt weiß der Mann, der seine Trikot-Nummer nach dem Vorbild von Vince Carter ausgesucht hat: "Klar fokussieren wir uns auf Bamberg, aber man hat uns schon gesagt, dass die Rivalität groß ist."

Die Anpassung an den deutschen Basketball ist ihm dank seiner körperbetonten Spielweise nicht sonderlich schwergefallen, einen großen Vorteil in der Liga hat er dabei für sich ausgemacht: Schneller als die meisten anderen großen Spieler sei er, und deswegen meist schon im Angriff, wenn der Gegenspieler noch beim Zurücklaufen ist. Peacock gehörte in den letzten Jahren zu den Leistungsträgern im Basketballteam der Georgia Institute of Technology (Georgia Tech), bei den in Atlanta beheimateten "Yellow Jackets" kam er durschnittlich auf eine Einsatzzeit von 22,5 Minuten und legte im Schnitt neun Punkte sowie drei Rebounds auf.

Langfristig möchte er es, wie fast jeder US-amerikanische Basketballprofi, in die NBA schaffen, auch wenn er kaum Spiele der weltbesten Basketball-Liga verfolgt. Noch gilt seine ganze Aufmerksamkeit jedoch den LTi Gießen 46ers - und einem ganz speziellen persönlichen Saisonziel: "Ich möchte im Schnitt zehn Rebounds geholt haben." Momentan sind es deren sechs, doch es steht außer Frage, dass er hart dafür arbeiten wird. Die Chancen stehen also gut, dass Peacock am Ende der Saison fast komplett zufrieden sein kann.

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