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Alessandro Ficara (Mitte) zählt in Stuttgart vor prominenten Zuschauern zu den besten Teutonen. (Foto: Eibner)

Parson zufrieden mit Trainer-Debüt

(sno) Beim Debüt von Interimscoach Gino Parson holt Fußball-Regionalligist Teutonia Watzenborn-Steinberg ein 1:1 beim VfB Stuttgart II. Die Trainer zeigen sich zfurieden und loben den Einsatz. Einer trifft schon zum zweiten Mal ansehnlich aus der Distanz.

Trotz einer großen Belastung in den letzten Tagen haben die Regionalligaspieler der Teutonia aus Watzenborn-Steinberg am Mittwochabend überzeugt und beim VfB Stuttgart II ein verdientes 1:1 (1:1) eingefahren. "Ich bin absolut zufrieden", sagte Interimstrainer Gino Parson. "Die Mannschaft ist nach einem Rückstand zurückgekommen, hat immer versucht, Fußball zu spielen und nach vorne zu agieren." Es war das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Daniel Steuernagel. Mit dem Punktgewinn stehen die Pohlheimer vorerst auf Rang neun der Regionalliga Südwest.

Die Anfangsphase in einer umkämpften Partie gehörte der U23 des VfB Stuttgart. Bereits in der siebten Minute gingen die Hausherren durch einen Kopfball von Pascal Breier in Führung. "In den ersten 20 Minuten hat der VfB extrem viel Gas gegeben. Da haben wir ein bisschen geschlafen", räumte Co-Trainer Benjamin Höfer ein. "Nach 25 Minuten hat man dann aber gemerkt, dass Stuttgart vielleicht etwas viel Tempo gegangen ist." Die Teutonia kam allmählich besser ins Spiel. Generell gab es am gestrigen Abend wenig Torchancen auf beiden Seiten. Und so war die Einzelaktion von Alessandro Ficara kurz vor dem Pausenpfiff umso wertvoller.

Der Neuzugang vom VfL Oldenburg zirkelte einen Freistoß aus 23 Metern über die Mauer halbhoch ins Tor (45.). Es ist bereits der zweite ansehnliche Treffer der Saison von Ficara.

"In der zweiten Hälfte hatten wir das Spiel dann eigentlich durchgängig im Griff", meinte Benjamin Höfer. Wie so oft vergab die Teutonia dabei eine Riesenchance. Dennis Lemke, der erneut in der offensiven Dreierreihe aufgeboten wurde, lief in der 47. Minute allein auf den Stuttgarter Keeper zu, ließ diese große Möglichkeit aber liegen, der Keeper hielt.

Danach nahm das Spielniveau kontinuierlich ab. Jos Luhukay, Trainer der ersten VfB-Mannschaft, und Thomas Hitzlsperger zählten zu den 532 Zuschauern im Robert-Schlienz-Stadion und sahen eine überlegene Mannschaft aus Watzenborn-Steinberg, die es aber auch nicht schaffte, den Ball ein zweites Mal im Tor unterzubringen. "Wir haben den Ball viel laufen lassen, auch mal das Tempo rausgenommen", sagte Höfer. Letztlich kontrollierten die Gäste so das Geschehen und nehmen einen Punkt aus dem Schwabenland mit.

Positiv: "Wir waren absolut präsent und haben gefightet", sagte der Co-Trainer. Genau das hatte der Interimscoach Gino Parson vor der Partie gefordert. Herz, Leidenschaft und Einstellung lebte der 37-Jährige an der Seitenlinie vor. "Gefühlt bin ich da mehr gelaufen als zu Zeiten, wo ich noch Spieler war", meinte Parson. "Ich stand komplett unter Strom."

Bei den Stuttgartern fehlte der 34-jährige Kapitan Tobias Rathgeb – bei der Teutonia gleichzeitig vor allem der 26-jährige Gießener Denis Weinecker. Beides Leistungsträger, beide wichtig für ihr Team. Insofern lässt sich über die Bedeutung der Ausfälle nur spekulieren – "jeder hat seinen Beitrag geleistet, wir sind als Team aufgetreten", sagte Höfer. Für die Teutonia geht es schon am Samstag mit dem nächsten Regionalliga-Spiel weiter. Dann empfangen die Pohlheimer den aktuellen Tabellen-13., Wormatia Worms (14 Uhr). Zum ersten und wohl auch einzigen Mal dann im Marburger Georg-Gassmann-Stadion.

VfB Stuttgart II: Uphoff – Scheidl, Radeljic, Feisthammel, Peric – Besuschkow (76. Oikonomou), Ramaj (73. Coban), Dos Santos, Ferdinand, Gabriele (86. Morina), Breier.

Watzenborn-Steinberg: Dauth – Simon, Koutny, Laux, Scheffler – Spang, Schadeberg – Ficara (73. Azaouaghi), Lemke (62. Goncalves), Koyuncu – Müller.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (7.) Breier, 1:1 (45.) Ficara. – Schiedsrichter: Gerach (Landau). – Zuschauer: 532.

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