BBA-Akteur Hannes Bergmann (4) setzt zum Korbleger an. Die Bayern-Spieler Maxwell Temoka (dahinter) und Jason George (11) wollen den Lay-up verhindern. FOTO: FRIEDRICH
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BBA-Akteur Hannes Bergmann (4) setzt zum Korbleger an. Die Bayern-Spieler Maxwell Temoka (dahinter) und Jason George (11) wollen den Lay-up verhindern. FOTO: FRIEDRICH

Paroli geboten

(jsg). Die NBBL-Mannschaft der BBA Gießen 46ers hat lange an einer Überraschung gegen den Titelverteidiger FC Bayern München geschnuppert. Mit einer kämpferischen Leistung ließen sich die Lahnstädter erst in den letzten Minuten des Spiels distanzieren und mussten eine 62:78-Niederlage hinnehmen. Nach dem 33:39 zur Halbzeit hatten sie die Partie sogar noch mal ausgeglichen.

Die Gießener starteten engagiert in die Partie, doch München führte anfänglich mit 12:6. Mit zwei Dreiern von Nico Lagerman hielten die Gießener aber Anschluss, und nach einem von sechs Offensivrebounds traf Sebastian Brach sogar zur 17:16-Führung. 1,4 Sekunden vor dem Ende des Viertels entschieden die Schiedsrichter auf Foul gegen Bayerns Sasha Grant. Der besorgte mit Freiwürfen das 20:19-Viertelergebnis.

Zwei Dreier von Nils Schmitz und Michael Rataj sorgten direkt für einen größeren Abstand. Obwohl die 46ers durchwechselten, kamen die Bayern erst nach gut 17 Minuten durch Grant zu einer zweistelligen Führung. Lagerman pushte sein Team in der Folge mit einem spektakulären Dunking, und Robin Njie verkürzte nach einem weiteren Offensivrebound. So ging es mit 33:39 in die zweite Halbzeit.

Gute 46ers-Presse

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Mittelhessen nicht nach. Zwar gingen die Piljanovic-Jungs nun mit mäßigem Erfolg mehr auf den Dreier, doch in der Defensive hielten sie München niedrig. So kamen sie nach einem schönen Pass von Finn Jakob auf Lagerman auf 43:46 heran. Mit den Leistungsträgern Brach und Lagerman auf der Bank glich Tim Schneider von der Freiwurflinie zum 47:47 aus. Trotz eines besseren Endes für die Tabellenzweiten gewannen die 46ers das Viertel mit einem Punkt und gingen mit 49:54 in die letzten zehn Minuten. Dort stellten die Münchner durch Luis Wulff wieder einen zweistelligen Vorsprung her. Über weite Strecken hielten die Gastgeber gut mit, und nach zwei leichten Körben stand es immerhin 58:67. In den letzten vier Minuten spielten die Gäste dann ihre Stärke aus, obwohl sie sich gegen die 46ers-Presse noch einige Fehler leisteten, die Gießen nicht aber nicht ausnutzen konnte.

Am Ende fiel das 62:78 gegen den Titelverteidiger etwas zu hoch aus, aber die Gießener Nachwuchsspieler können viel Positives mitnehmen. Auch Trainer Piljanovic war mit den ersten drei Vierteln zufrieden. Danach sah er Unaufmerksamkeiten im Rebound und der Defensive, die die Chance zur Überraschung zunichtemachte.

Gießen: Lagerman (20), Brach (12), T. Schneider (11), Jakob (4), Njie (4), Bergmann (3), Baumgarten (2), Kalusche (2), Maruschka (2), P. Schneider (2)

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