Paroli geboten

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Aus der Traum von der deutschen Meisterschaft für die U 19 der HSG Wetzlar. Im Viertelfinalrückspiel unterlag man der TSV Hannover-Burgdorf mit 36:37 (17:18) und verabschiedete sich mit zwei Niederlagen aus einer guten Saison. Letztendlich war die Elf-Tore-Hypothek aus dem Hinspiel zu groß, obwohl die Jungs von Trainer Thomas Weber zeigten, dass sie diesem Gegner Paroli bieten können.

Aus der Traum von der deutschen Meisterschaft für die U 19 der HSG Wetzlar. Im Viertelfinalrückspiel unterlag man der TSV Hannover-Burgdorf mit 36:37 (17:18) und verabschiedete sich mit zwei Niederlagen aus einer guten Saison. Letztendlich war die Elf-Tore-Hypothek aus dem Hinspiel zu groß, obwohl die Jungs von Trainer Thomas Weber zeigten, dass sie diesem Gegner Paroli bieten können.

Beide Mannschaften lieferten sich eine spannende, temporeiche und engagierte Partie, in der Wetzlar mit einer 5:1-Abwehr agierte und die die Hannoveraner mit der Sieben-gegen-Sechs-Taktik beantworteten. TSV-Coach Iker Romero ließ seine Jungs fast über die gesamte Spielzeit so agieren und nahm die paar Treffer ins leere Tor dafür in Kauf. Hannover spielte den Ball sicher und schnell durch die eigenen Reihen, schloss entweder aus dem Rückraum ab oder fand einen der beiden Kreisläufer, die sich schon rein körperlich nie die Butter vom Brot nehmen ließen. Wenn sie nicht selbst trafen, zogen sie Freiwürfe, Zeitstrafen und Siebenmeter – die Handschrift der spanischen Schule von Ex-Weltmeister Romero war hier mehr als deutlich erkennbar.

War es im Hinspiel noch Veit Mävers, der die HSG als Alleinunterhalter auseinander nahm, war es diesmal die Achse Rückraum/Kreis und Joel Wolf. Der quirlige Mittelmann spazierte immer wieder mit viel Selbstvertrauen durch die Wetzlarer Reihen, um mit fast 100-prozentiger Sicherheit die Kugel im Netz zu versenken. Oder er setzte seine Nebenleute und die Kreisläufer perfekt in Szene. "Da muss man neidlos anerkennen, dass Hannover schon ein Stück weiter ist, als wir", meinte Weber. "Dazu kommt, dass sie mehr Spieler aus dem älteren Jahrgang haben und körperlich weiter sind."

So liefen die Gastgeber von Beginn an einem Rückstand hinterher, mussten sich jeden Treffer hart erarbeiten. Das blieb so bis zum 10:10 durch Ian Weber in der 20. Minute. Zwischendurch agierte Hannover inklusive Torwart, was die HSG mit einer 3:3- oder 4:2-Abwehr konterte, die sich auch schnell den Ball erarbeitete. So setzte sich Wetzlar auf 14:11 ab, leistete sich insgesamt aber zu viele Fehlwürfe. Da halfen auch die zwei gehaltenen Siebenmeter von Lüko Fischer nicht viel weiter.

Im zweiten Durchgang blieb die Partie bei wechselnden Führungen eng und keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Letztendlich war es die breiter besetzte Bank der Gäste, die den Ausschlag gab und Hannover den sicheren Halbfinaleinzug bescherte. Für Romero waren es vor allem die letzten 15 Minuten in der ersten Partie, die den Ausschlag für den Gewinn seiner Mannschaft gab. "Wetzlar ist eine sehr gute Mannschaft, die gut vorbereitet war, mit vielen guten Handballern. Sie haben uns heute mit der offensiven Abwehr Probleme bereitet, aber es ist schwer, diese über 60 Minuten zu spielen. Wir waren über 120 Minuten sehr konstant und haben deshalb verdient gewonnen."

"Wir sind unter den besten acht Mannschaften in dieser Saison, das hat uns vorher ja auch keiner zugetraut", schlug Weber versöhnliche Töne an. "Das stimmt mich mutig für die nächste Runde, da wir auch in dieser Saison schon oft ohne einige Spieler agiert haben, die jetzt die A-Jugend verlassen."

Wetzlar: Rinn, Fischer; Klotz, Patt (3), Kleemann, Klimpke (4), Weber (8), Grosskopf (2), Kunzendorf (2), Funk (2), Becker (1), Hadzic (4), Jan Waldgenbach (7/2), Scheibel (3).

Hannover-Burgdorf: Mecke, Buschhorn (1); Juric, Becher (5), Schröder, Hanne (6), Urdangarin, Ayar (5), Holletzek, Fischer (2), Ahrens (2), Wolf (10/1), Wunsch (6/5).

Stenogramm / SR: Hellbusch/Jansen (Trebur/Geinsheim). – Z: 350. – Zeitstrafen: 6:2 Min. – Siebenmeter: 2/2:8/6.

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