Stolz präsentieren die Taekwondo-Absolventen der TSG Blau-Gold Gießen mit Trainer Lühs (links im Bild) und Prüfer Constantin Zabbal (rechts) vor der Corona-Krise ihre Urkunden und Gürtel. FOTO: BZ
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Stolz präsentieren die Taekwondo-Absolventen der TSG Blau-Gold Gießen mit Trainer Lühs (links im Bild) und Prüfer Constantin Zabbal (rechts) vor der Corona-Krise ihre Urkunden und Gürtel. FOTO: BZ

Pablo Höfer feiert Turniersieg

  • vonred Redaktion
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(bz). Dass die Tanzsportgemeinschaft Blau-Gold Gießen mit ihren Kampfsportabteilungen so erfolgreich sein würde, damit hat bei der Gründung vor zwei Jahren niemand gerechnet. Besonders die Sparten Kickboxen und Taekwondo sind schon fest etabliert im Breiten- und Wettkampfsport.

Zur größten Abteilung ist unter Trainer Jannik Lühs, Lizenzträger des Verbandes und Träger des schwarzen Gürtels, sowie Assistent Nicolas Pfeifer die Taekwondo-Gruppe gewachsen. Über 60 Teilnehmer verzeichnen bis Ende Februar die sieben in Alters- und Leistungsklassen aufgeteilten Kurse.

Taekwondo, auch unter koreanischem Karate bekannt, ist eine der ältesten Kampfsportarten und seit 2000 olympische Sportart. Wie in allen asiatischen Budo-Kampfsportarten spielen Disziplin und Respekt eine wichtige Rolle. Die Sportler entwickeln eine überdurchschnittliche Beweglichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer. Trainiert wird nach den olympischen Prinzipien der World Taekwondo Federation (WTF). Vorwiegend Kinder lernen sich zu konzentrieren, ihren Körper richtig wahrzunehmen, ihre Haltung zu verbessern und Selbstvertrauen zu entwickeln. Aktuell pausiert wegen der Corona-Pandemie aber das Trainings- und Wettkampfgeschehen.

Für die TSG-Teilnehmer stand Anfang März schon die vierte Gürtelprüfung des Verbandes an. DTU-Verbandsprüfer Constantin Zabbal aus Bad Homburg war sehr angetan von den Leistungen der jungen Gruppe und spendete Trainer Lühs großes Lob. Alle 28 Teilnehmer bestanden die Prüfung erfolgreich und nahmen stolz die begehrten DTU-Urkunden und die neuen farbigen Gürtel entgegen.

Geprüft wurden die Grundtechniken Tritte, Schläge, Blocktechniken sowie "Poomsae" eine festgelegte Bewegungsfolge, Selbstverteidigung und Freikampf. Viktoria und Anna Krastev, ein Mutter-Tochter-Duo, erreichten mit dem roten Gürtel, 2. Kup, die höchsten Auszeichnungen der Prüfung. Viktoria Krastev stellte sich auch dem Bruchtest, bei dem es gilt, ein Holzbrett mit einer Taekwondo-Technik zu durchbrechen. Mit dem Test soll gezeigt werden, dass der Prüfling in der Lage ist, seine Technik mit Kraft und Präzision auszuführen. Außerdem wird dabei die mentale Stärke des Gürtelanwärters getestet. Viktoria durchbrach das zwei cm starkes Brett mit einem Fersendrehschlag im ersten Versuch.

Von der Gürtelprüfung ging es danach zu März-Wettkämpfen nach Velbert. Pablo Höfer startete in der Klasse Herren bis 68 kg und erreichte ungefährdet das Finale. Dort traf er auf Tarik, einen Kämpfer aus der Partnerstadt Velberts, Podujeva/Kosovo. Obwohl sein Gegner dem Nationalteam des Kosovo angehört, dominierte Pablo den Kampf klar und siegte überlegen mit 10:1 Wertungspunkten.

Tim Lengert bestritt seinen ersten Wettkampf in der Klasse Jugend C bis 35 kg. Sein mutiger und offensiver Einsatz gegen einen älteren und größeren Gegner fand allerdings ein schnelles Ende, da er an der Hüfte getroffen wurde und den Kampf, trotz einer vom Kampfrichter verlängerten Erholungszeit, nicht fortsetzen konnte.

Professionelle Trainingsbedingungen zeichnen die Kampfsportangebote der TSG Blau-Gold aus. Ein mit Matten ausgelegtes Studio und lizenzierte Trainer sind für den Erfolg der jungen Abteilungen verantwortlich. Ein weiterer Ausbau und die Ausrichtung von Wettkämpfen in Gießen sind geplant. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingssport ein Programm für junge Flüchtlinge aufgelegt.

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