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Otmar Velte hat in Lohfelden schon Hessenliga-Erfahrung als Trainer gesammelt. Nun will er in Waldgirmes erfolgreich arbeiten.

Fußball

Otmar Velte hat stets das nächste Spiel im Blick

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Otmar Velte tritt nach Danyiel Bulut ein schweres Erbe beim SC Waldgirmes an. Der neue Trainer ist ein Freund des offensiven Fußballs und setzt vor allem auf die Fitness. Ein Interview.

Seit dem 1. Juli ist mit Otmar Velte ein neuer Trainer beim Hessenligisten SC Waldgirmes im Einsatz. Der 54-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung in der höchsten Liga auf Landesebene. Im Interview steht Velte Rede und Antwort.

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie mit Ihrem neuen Verein SC Waldgirmes in die Saison, und welche Position trauen Sie Ihrer Elf nach den beiden sehr guten Platzierungen im oberen Tabellendrittel der letzten beiden Spielzeiten zu?

Otmar Velte:Mein Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn das nicht gelingt, muss man daraus Erfahrungen ziehen, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Von meiner Mannschaft erwarte ich, dass sie das, was wir im Training üben, auf dem Platz umsetzt. Für den Verein ist es eine Herausforderung, mit zwei Mannschaften auf einem so hohen Niveau zu spielen. In der Hessenliga triffst du auf Mannschaften, wo Mentalität auch schon mal Qualität schlägt. Meine Aufgabe ist es, nicht in die Zukunft zu schauen, sondern das nächste Spiel im Blick zu behalten.

Sie kennen die Hessenliga aus Ihrer Zeit als Trainer des FSC Lohfelden. Wer sind für Sie die Favoriten für den Aufstieg?

Velte:Eintracht Stadtallendorf ist der Top-Favorit. Mit dem KSV Hessen Kassel, der SG Fulda/Lehnerz, dem KSV Baunatal und Hessen Dreieich folgen die üblichen Verdächtigen auf meiner Liste. Zudem wird sich auch in dieser Saison ein Team in den Vordergrund spielen, das noch keiner auf dem Schirm hat.

Mit welcher taktischen Marschrichtung wollen Sie mit Ihrer Mannschaft in die Spiele gehen, und wie unterscheidet sich diese von der SC-Spielweise zuletzt?

Velte:Auch wenn ich das eine oder andere Spiel des SC Waldgirmes in Augenschein genommen habe, maße ich mir hier kein Urteil an. Ich blicke nach vorne und bin ein Freund des offensiven Fußballs, doch auch die Defensivarbeit ist wichtig. Die Grundlage für den Erfolg ist in der körperlichen Fitness begründet. Am Ende müssen die Kernbereiche Technik, Taktik und Kondition stimmen.

Mit Spielführer und Abwehrchef Dennis Lang sowie den Offensivkräften Tolga Duran, Nicolas Strack und Marvin Helm hat der SCW eine Reihe seiner Leistungsträger verloren. Wie bewerten Sie die Zugänge, und wem trauen Sie am ehesten zu, die Lücken zu schließen?

Velte:Wir haben Qualität verloren, aber auch Qualität gewonnen. Wo Lücken entstanden sind, müssen andere Verantwortung übernehmen. Die Jungs wollen alle Hessenliga spielen und müssen sich Spiel für Spiel beweisen. Ich würde das vom Verein vor Jahren initiierte Konzept, auf die eigene Jugend zu bauen, gerne weiterführen.

Wie bewerten Sie das Umfeld beim SC Waldgirmes und den Unterbau mit der U23 in der Verbandsliga? Welche Spieler aus der Aufstiegsmannschaft können den Sprung in die Hessenliga schaffen?

Velte:Wir haben bei beiden Teams ein Grundgerüst an Spielern behalten. Nach einer gemeinsamen Trainingsphase haben wir eine Trennung vorgenommen. Dabei arbeite ich mit U23-Trainer Mario Schappert zusammen. Wir treffen Entscheidungen gemeinsam und wollen einen fließenden Übergang gewährleisten. Es muss in der Saison möglich sein, sich bei der U23 zu empfehlen. Henry Erler, Rouven ter Jung, Leon van Moll und Laurin Dante de Bona haben wir aus der letztjährigen Gruppenliga-Elf schon mal ins Hessenliga-Team gezogen.

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