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Stolz zeigt Oscar Walter vom Licher Golfclub seinen Pokal nach dem Sieg bei den Hessenmeisterschaften.

Oscar Walter ist Hessenmeister

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Sieben Teilnehmer hatten die hiesigen Golfclubs aus Lich und Winnerod zu den Hessenmeisterschaften der Jugend geschickt. Ein Titel und zwei weitere Podestplätze waren die erfreuliche Bilanz. Oscar Walter gewann den Titel in der AK12, Saphira Väth und Luis Laurito (AK16) errangen die Bronzemedaille.

AK 12: Bereits zum vierten Mal in den letzten sieben Jahren stellt der Licher Golfclub den Hessenmeister in der männlichen AK 12, nach Luka Bartz (2015) und Luis Laurito (2017 und 2018) heißt der Titelträger nun Oscar Walter. »Die guten Bedingungen in Lich für eine frühzeitige und zielgerichtete Förderung haben wieder Früchte getragen, und bei Oscar kam sicherlich eine gewisse familiäre Vorbelastung dazu«, so augenzwinkernd der stolze Vater Thorsten Walter, Golfpro in Lich und Landesjugendtrainer.

Trotzdem wurde der Meistertitel kein Selbstläufer, es gab starke Konkurrenz von anderen Kaderspielern. Die Anlage des Hofgut Trages ließ auch den Nicht-Longhittern gute Chancen, um die Grüns gab es einige anspruchsvolle Situationen zu meistern, wie Oscar Walter anmerkte: »Ich wusste, dass ich eine Chance habe, wenn ich mein bestes Golf spiele, aber dass die anderen mich schlagen konnten, wenn ich Fehler mache.« Nach der ersten von zwei Runden führte der erst neunjährige Leonard Bartsch (Dillenburg), der mit 80 Schlägen die beste Runde in dieser Konkurrenz spielte - vor Oscar Walter (84). »Ich war mit der ersten Runde zufrieden, wollte in Runde zwei wieder mein Bestes geben und dann gucken, ob es reicht«, lautete Walters Motto für die Finalrunde. Und es sollte reichen. Während Oscar Walter sich mit einer 81er-Runde verbesserte, musste Bartsch eine 88 notieren und wurde Zweiter vor Frederik Baumann aus Kronberg (85+86). »Oscar hat die zweite Runde sehr konzentriert und gut gespielt, es ist ihm nichts geschenkt worden«, lobte Thorsten Walter seinen Sprössling. Bei der weiblichen Jugend hatte Lily Menge vom Licher Golfclub zwar keine Chance aufs Treppchen, spielte aber mit Runden von 96 und 92 Schlägen insgesamt sechs unter ihrer Vorgabe und belegte am Ende einen guten vierten Platz.

AK 14: In der AK14, die auf dem Platz des kurhessischen Golfclubs Oberaula an zwei Tagen drei Runden absolvieren musste, war bei der weiblichen Jugend nur der GC Winnerod mit Coco Väth vertreten. Nach einer 90 in Runde eins lag sie auf dem siebten Platz, in Runde zwei notierte sie mit 85 Schlägen ihr bestes Ergebnis vom Wochenende - und nach Runde drei kam sie mit einer 92 ins Clubhaus. Im Gesamtergebnis hatte sie ihre Vorgabe um neun Schläge unterboten, sie belegte am Ende Platz fünf.

AK 16: Bei der weiblichen Jugend, die ebenfalls in Oberaula drei Runden spielte, lag Saphira Väth vom GC Winnerod nach der ersten Runde und 82 Schlägen noch aussichtsreich im Rennen, und mit Fiorella-Laura Ghaboli (Frankfurt) und Marietta Dhiakou (Praforst), die deutlich bessere Handicaps hatten, in geteilter Führung. In Runde zwei musste sie aber mit einer 88 abreißen lassen. In Runde drei steigerte sie sich noch einmal auf eine 84, verteidigte ihren dritten Platz und durfte sich die Bronzemedaille umhängen, Hessenmeisterin wurde Fiorella-Laura Ghaboli (82+80+76).

Die männliche Jugend war in dieser Altersklasse am stärksten vertreten. Lorenz Kuhn vom Licher GC lag mit 78 Schlägen nach Runde eins auf Platz vier, sein Teamkollege Nelson Jacobi war mit einer 81 ins Clubhaus gekommen (Platz sechs) und bei Luis Laurito, 2020 Hessenmeister in der AK14, war es eine eher enttäuschende 82 geworden. Während Nelson Jacobi in den nächsten beiden Runden etwas abbaute und mit 85 und 92 Schlägen am Ende auf Rang elf landete, spielte Lorenz Kuhn konstant weiter, 80 und 79 Schläge in den Runden zwei und drei bedeuteten am Ende Rang fünf. Luis Laurito gelang eine deutliche Steigerung. Mit 73 Schlägen in Runde zwei notierte er das zweitbeste Ergebnis dieser Konkurrenz an diesem Wochenende. Von Platz vier mit sieben Schlägen Rückstand auf den Führenden ging er in die Finalrunde. Mit einer 77, dem besten Score der Finalrunde, schaffte er noch den Sprung auf das Treppchen, vier Schläge hinter dem Hessenmeister Nikolas Schmid (Hof Hausen) und durfte sich über die Bronzemedaille freuen.

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