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Ordentlicher 200-m-Start von Emma Hofmann (LG Wettenberg).

Ordentlicher Einstieg

  • VonJörg Theimer
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(jth). Am Samstag richtete das Sprintteam-Wetzlar im Enwag-Stadion ein nationales Einladungssportfest für Berufs- und Spitzensportler aus. Mit dabei waren auch drei heimische Athleten, die von ihrem Kadertrainern die Möglichkeit erhalten hatten, in Wetzlar ihren Saisoneinstieg zu meistern.

Im 800-Meter-Lauf war Jana Becker von der LG Wettenberg am Start. Für die junge und zielstrebige Athletin war von Beginn an klar, dass sie eine »krumme Strecke« laufen wird und nach 600 Metern aus dem Rennen aussteigt. Der Wettkampf galt als Vorbereitung für die Laufnacht nächste Woche in Karlsruhe und das Pfingstwochenende in Pfungstadt, wo die Laubacherin jeweils im 800-m-Starterfeld zu sehen sein wird.

»Das war mein erster Wettkampf seit Sommer 2020 und ich war richtig aufgeregt. Aber gleichzeitig auch sehr glücklich, dass auch wir jüngeren Kaderathleten endlich wieder an Wettkämpfen teilnehmen dürfen - denn in der Wintersaison durfte ich wegen meines Alters leider nie bei den Meetings mitlaufen. Die Vorgabe meines Kadertrainers Benjamin Stalf: 600-m-Tempolauf und dann aussteigen. Tempohärte trainieren mit rund 30 Sekunden pro 200 m und eine gute 1:32 Minuten für 600 m. Es ist mir perfekt gelungen und ich konnte genau diese Zeiten einhalten. Es fühlte sich richtig locker an und ich denke, ich bin fit für den Start in die Saison. Am nächsten Samstag bei der Laufnacht in Karlsruhe laufe ich die 800 m durch, dann mit einer ganz anderen Taktik - die ersten 600 m normales Renntempo und dann ganz schnelle letzte 200 m. Mal sehen, ob es dann schon in Richtung meiner Bestzeit geht. Ich freue mich jetzt einfach, dass es wieder losgeht«, so Jana Becker.

Im 200-m-Klassement war ihre Vereinskollegin Emma Hofmann am Start. Nachdem sie bereits vor einer Woche in Frankfurt eine Zeit von 26,19 Sekunden erreichen konnte, gelang ihr in Wetzlar mit 26,33 eine ähnliche Zeit. »Ich bin froh mich mal wieder mit Konkurrentinnen zu messen und meinen Leistungsstand abzurufen. In zwei Wochen werde ich 400 m laufen und da war dies heute eine gute Vorbereitung. Als Ziel strebe ich jedoch die 400 m Hürden an«, so die Wettenbergerin.

Im Feld der männlichen 800-m-Mittelstreckler war Maximilian Rößler vom LAZ Gießen gemeldet. Der Athlet von Trainer Erich Gebhardt hatte im Vorfeld eine Zeit von unter zwei Minuten anvisiert. »Ich bin trotz offizieller Bestleistung von 2:02,06 Minuten nicht wirklich zufrieden. Ich hatte eigentlich den Plan, das Rennen schnell und mutig anzugehen, um meine inoffizielle Bestleistung von 1:58 Minuten zu bestätigen. Hat leider nicht so geklappt wie geplant, dennoch bleibt der Plan bestehen und ich will dies beim nächsten Rennen Ende Mai umsetzen«, so Maximilian Rößler. Auch Trainer Erich Gebhard war nicht ganz zufrieden, denn die DM-Norm von 1:59 Minuten war bereits im ersten Saisonrennen nach den Vorleistungen im Rahmen des Möglichen. »Max ist bereits zu verhalten auf Bahn eins startend angelaufen, wurde dann eingekeilt und konnte sich aus dieser Situation nur schwer freilaufen. Er muss in Zukunft mutiger anlaufen um sich den Freiraum zu schaffen«, so der Trainer.

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